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Parkraum:Gegen Anwohnerparken

ÜB und FDP beantragen einseitig eingeschränktes Halteverbot

Das Bündnis für Dachau hofft, dass durch die Schaffung einer Anwohnerparkzone rund um die Hermann-Stockmann-Straße auch Verbesserungen für den Bus- und Radverkehr erreicht werden können. Die ÜB-/FDP-Fraktionsgemeinschaft sieht eine schleichende Ausbreitung von "Parkraummanagement-Zonen" auf die gesamte Stadt kritisch. "Das Instrument hat sich zweifelsfrei im Bereich des Bahnhofs und des Krankenhauses bewährt. Dort gibt es einen durch Fahrgäste der Bahn und Besucher der Klinik ausgelösten spezifischen Parkdruck. Für das übrige Stadtgebiet sollte diese Situation in reinen Wohngebieten jedoch nur in Ausnahmefällen einschlägig sein", meint Peter Gampenrieder.

Das Bündnis für Dachau will, dass der Parkraum an der Herrmann-Stockmann-, Eduard- Ziegler-, Lorenz-Scherer-, Josef-Scheidl und in der Münchner Straße sowie des Heidewegs genauer überprüft wird. Deshalb hat die Fraktion den Antrag gestellt, ein Gutachten erstellen zu lassen. Außerdem soll die Ausweisung von eingeschränkten Halteverboten auf einer Straßenseite insbesondere im vorderen Bereich der Hermann-Stockmann-Straße sowie im hinteren Bereich des Heidewegs erwogen werden.

Das Bündnis ist der Ansicht, dass durch ein Parkraummanagement ein wesentlich niedrigerer Parkdruck erreicht werden könnte - insbesondere für die innere Hermann-Stockmann-Straße. Außerdem würden damit Verbesserungen für den Bus- und den Radverkehr einhergehen. Die derzeit dort parkenden Kleinlaster und LKW seien ein Ärgernis, so die Fraktion. Nach Ansicht von Ingrid Sedlbauer, Peter Gampenrieder und Jürgen Seidl führten vor allem beidseitig parkende Fahrzeuge im vorderen Bereich der Hermann- Stockmann-Straße (insbesondere zwischen Prinz-Adalbert-Straße und Erich-Hubmann-Straße) sowie im hinteren Bereich des Heidewegs (insbesondere zwischen Am Rehsteig und Moosstraße) zu Behinderungen auf der Buslinie 717. Außerdem komme es häufiger zu gefährlichen Situationen für Radfahrer. Die Ausweisung von einseitig eingeschränkten Halteverboten sei aus Sicht der drei Stadträte eine einfache und auch kostengünstig umsetzbare Handlungsalternative.

An unübersichtlichen Gefahrenstellen böten sich zudem Zusatzbeschilderungen für bestimmte zulässige Gesamtmassen an, so der Vorschlag von FDP und ÜB. Darauf könnte etwa im Bürgermagazin hingewiesen werden.

© SZ vom 21.04.2021 / SZ
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