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Neuer Altbürgermeister in Bergkirchen:Ehre, wem Ehre gebührt

Gemeinderat

Der Neue und der Alte: Bürgermeister Robert Axnter mit seinem Vorgänger Simon Landmann.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Simon Landmann wird von seiner Gemeinde ausgezeichnet

Von Lisa Brendel, Bergkirchen

Im Jahr 2002 wurde der Euro eingeführt, Gerhard Schröder war noch Bundeskanzler und Michael Schumacher wurde Formel 1 Weltmeister. Aber nicht nur das: 2002 wurde auch Simon Landmann (CSU) Bürgermeister der Gemeinde Bergkirchen und blieb es bis zur Kommunalwahl im März dieses Jahres. Nach 18 Jahren Amtszeit wurden dem langjährige Bürgermeister nun von seinem Nachfolger, Robert Axtner, "Altbürgermeister der Gemeinde Bergkirchen" und "Ehrenbürger der Gemeinde Bergkirchen" sowie die Ehrenbürgermedaille in Gold verliehen. Die Verleihung konnte coronabedingt nur im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung stattfinden, die große Feier wollen alle Beteiligten zu einem späteren Zeitpunkt, aber auf jeden Fall nachholen.

Landmann war ein von allen geschätzter Bürgermeister oder wie es Groß mit Wilhelm Buschs Worten ausdrückte: "Zu dem Wohle der Gemeinde, er war tätig, er war da". Neben den grundlegenden Aufgaben eines Bürgermeisters, als Chef der Verwaltung, der Begleitung von Gemeinderat und Ausschüssen, der Nähe zu den Bürgern habe sich Landmann in seinen insgesamt drei Wahlperioden als erster Bürgermeister aber auch als Vorsitzender im Bauausschuss, Umwelt- und Verkehrsausschuss, Kultur- und Sozialausschuss, im Kreisrat des Landkreises Dachau, im Vorstand des Vereins Dachau Agil und als Verwaltungsratsvorsitzender des Kommunalunternehmens EWG Bergkirchen engagiert. Außerdem habe er, so sagte Axtner, viele Baumaßnahmen auf den Weg gebracht, unter anderem den Ausbau vom Geh- und Radwegnetz, den Kanalausbau in Moos und den Bau von Feuerwehrhäusern und verschiedener Kinderhäuser. Er hob auch zwei von Landmanns wichtigsten Projekten hervor: Das sei zum einen die Ausweisung des Gewerbegebietes GADA und die Ansiedlung von vielen Gewerbetreibenden gewesen, durch die er 4000 Arbeitsplätze schuf. Zum anderen habe Landmann den Grundstein für einen nachhaltigen Umgang mit dem Thema Energie durch starke Investition in den Fernwärmeausbau gelegt. Simon Landmann sei aber nicht zuletzt als Mensch von den Bürgern sehr geschätzt, er habe immer ein offenes Ohr gehabt. Auch er selbst, so Axtner, habe oft von Landmanns Hilfsbereitschaft profitiert. Er sehe Landmann als einen "wichtigen Ratgeber", der die positive Entwicklung der Gemeinde immer noch priorisiert habe.

© SZ vom 27.11.2020/gsl
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