Neue Impftsrategie in Dachau:Spontan und wohnortnah

Impfzentren werden durch mobile Impfteams abgelöst

Anfang Oktober wird das Impfkonzept im Landkreis Dachau umgestellt: Statt die Bürgerinnen und Bürger zentral in den beiden Impfzentren Dachau und Karlsfeld zu impfen, werden mobile Impfteams ab Montag, 4. Oktober, an verschiedenen Standorte im ganzen Landkreis dezentrale Impfangebote machen. Alle Landkreisbewohner haben so die Möglichkeit, sich wohnortnah impfen zu lassen.

Mehr als 60 000 Erstimpfungen und gut 50 000 Zweitimpfungen wurden laut einer Pressemitteilung des Landratsamts seit Jahresbeginn in den beiden Impfzentren sowie durch die bereits aktiven Impfteams gemacht. Im Schichtbetrieb und in mehreren Sonderaktionen waren das BRK und die Johanniter für die Bürger im Einsatz. "Ein großer Kraftakt liegt bereits hinter uns", meint Landrat Stefan Löwl und dankt allen Akteuren für das erreichte Ziel. Nachdem der Impfstoffmangel überwunden und keine Priorisierung mehr notwendig sind, liegt der Fokus nun auf attraktiven Impfangeboten für noch Ungeimpfte sowie flexible Impfangebote für die Zweit- und gegebenenfalls Drittimpfungen. "Mit der Neuausrichtung der behördlichen Impfangebote wollen wir neben den Impfmöglichkeiten in Praxen und bei niedergelassenen Ärzten im Landkreis noch flexibler sein, um mit einem echten Endspurt einen Sieg im Kampf gegen die Pandemie davonzutragen," erklärt der Landrat.

Angepasst an die neuen Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung stellen die beiden Impfzentren ihren stationären Betrieb am 30. September ein. Die Einsätze der mobilen Teams werden gleichzeitig deutlich erhöht. Mit Blick auf die umfassenden Impfangebote in Praxen und bei den niedergelassenen Ärzten besonders in der Stadt Dachau sowie der Gemeinde Karlsfeld hatte die Koordinierungsgruppe Pandemie im Landratsamt Anfang August beschlossen, ein flexibleres, wohnortnahes Impfen umzusetzen. "Bereits seit Mitte Juli bieten wir neben Zeitfenstern in den Impfzentren auch mobiles Impfen im ganzen Landkreis an. Das Impfen vor Ort ist für die Landkreisbürger deutlich attraktiver, da spontan und wohnortnah. Mit dem neuen Konzept sind wir nun konsequent in der Nähe", sagt Versorgungsarzt Christian Günzel. Selbsterklärtes Ziel des Landkreises ist es, mindestens zehn Impftermine pro Woche anzubieten. Hinzu kommen weiterhin Sonderimpfangebote bei größeren Veranstaltungen oder zu besonderen Anlässen sowie der Besuch in Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen und in Schulen. Zusätzlich können die Impfungen aber natürlich auch weiterhin bei den niedergelassenen (Kinder-)ärzten erfolgen.

Die Impftermine und -orte werden von Oktober an jeweils am Freitag für die darauffolgende Woche bekanntgegeben und stehen dann auch auf den Internetseiten des Landratsamts sowie der beiden Impfzentren.

© SZ vom 25.09.2021 / SZ
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