bedeckt München 23°
vgwortpixel

Nahverkehr allein reicht nicht:ÜB: Durchgangsverkehr in der Stadt verringern

Die Überparteiliche Bürgergemeinschaft (ÜB) im Dachauer Stadtrat fordert umgehend Maßnahmen gegen den Durchgangsverkehr in der Stadt. Es sei sicherlich richtig, den öffentlichen Nahverkehr mit Taktverdichtung und Busbeschleunigung attraktiver zu machen, wie es Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) angekündigt habe. Dies helfe, den Quell- und Zielverkehr in Dachau zu verringern. Dennoch leide die Stadt auch unter einem zunehmenden Durchgangsverkehr. Ursache, so Stadtrat Peter Gampenrieder, seit nicht zuletzt die massive Ausweisung von Bauland insbesondere in den Landkreisgemeinden und die Lage Dachaus vor den Toren Münchens. Maßnahmen gegen den Durchgangsverkehr seien zwar erst in zehn oder 20 Jahren wirksam. Doch wenn sie jetzt nicht angegangen würden, kämen sie nie. Es gehe darum, eine künftige Mehrbelastung zu vermeiden. Dachau könne sich gegen das Wachstum im Hinterland nicht wehren, soll aber die Baulast für Umgehungsstraßen übernehmen. Ein leistungsfähiges Netz an Umgehungsstraßen sei aber nötig in Kombination mit einem Park&Ride-Platz vor den Toren der Stadt. Letzteres fordere die ÜB schon seit Jahren. Solche großen Maßnahmen reichen aus Sicht von Gampenrieder aber noch nicht aus, um den Durchgangsverkehr auf ein akzeptables Maß zu bringen. Die Stadt Dachau sollte sich daher Gedanken über Pförtnerampeln oder Durchfahrtbeschränkungen für Lastwagen machen.

© SZ vom 26.03.2018 / SZ

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite