Mitten im Landkreis:Vorsicht, heiß!

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Die Weihnachtszeit soll eine besinnliche Zeit sein. Doch laut Apothekern ist die Gefahr, dass Kinder sich verbrennen, in dieser Zeit besonders hoch.

Kolumne von Jacqueline Lang

Die Weihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit im Kreise der Familie. Wer nicht aufpasst, der verbringt, ehe er sich versieht, den Adventssonntag allerdings mit dem Nachwuchs in der Notaufnahme. Der Grund: In kaum einer Jahreszeit werden so viele Kerzen angezündet, Plätzchen im heißen Ofen gebacken und wärmende Heißgetränke geschlürft, wie in der Adventszeit. "Verbrennungen und Verbrühungen sind die zweithäufigste Unfallursache bei Säuglingen und Kindern und zu keiner Zeit gibt es so viele wie zur Advents-und Weihnachtszeit", heißt es dazu in einer Pressemitteilung, die Apotheker aus dem Landkreis Dachau nun herausgegeben haben. Apotheker Maximilian Konstantin Lernbecher und Pressesprecher der Apotheker im Landkreis gibt deshalb Tipps, wie sich solche Unfälle am besten vermeiden lassen und was "im Fall der Fälle" zu tun ist.

"Halten Sie die betroffenen Hautstellen am besten ungefähr 15 Minuten unter circa 20 Grad kühles, fließendes Wasser", sagt Lernbecher. Von Eiswasser oder Kühlakkus indes rät der Experte ab: Sie würden das Gewebe noch mehr schädigen. Nach dem Kühlen sollte die Wunde steril abgedeckt werden, weil Brandwunden sehr entzündungsgefährdet sind. Leichte Verbrennungen könnten selbst behandelt werden. "Ist die betroffene Stelle größer als die Handfläche des Patienten oder hat der Patient starke Schmerzen, oder Schwindelanfälle, sollten Sie unbedingt den Rettungsdienst rufen", mahnt der Apotheker. Er warnt zudem vor sogenannten "Hausmittelchen" wie Mehl, Butter, Zahnpasta oder Puder. Und dann hat Lernbecher auch noch ein paar Regeln parat. Eine lautet zum Beispiel: "Nehmen Sie keine heißen Getränke zu sich, solange Sie Ihr Kind auf dem Arm tragen." Aber nicht nur Kinder, auch Erwachsene müssen laut Expertenmeinung in der Weihnachtszeit besonders aufpassen: "Hektik ist in der Küche fehl am Platz - auch zur Weihnachtszeit."

Wenn man erst einmal darüber nachzudenken beginnt, fällt auf einmal auf, dass tatsächlich praktisch an jeder Ecke potenzielle Gefahren lauern. Auf den Schreck hilft dann eigentlich nur eins: ein heißer Glühwein mit Schuss!

© SZ vom 06.12.2019 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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