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Kunst-Wettbewerb:Ansteckende Kreativität

Der Rotary Club Dachau präsentiert die Gewinner seines Corona-Kunst-Wettbewerbs und ihre Arbeiten in der KVD-Galerie

Die Preisträger des Rotary Kunstwettbewerbs stehen fest. Eingegangen waren 65 Präsentationen von Kunstproduktionen aus verschiedenen Kategorien. Der Rotary Club Dachau hatte den Kunstwettbewerb unterstützt von der Firma Autoliv ausgeschrieben, um die von der Corona-Krise gebeutelten Kunstschaffenden zu unterstützen, nicht nur finanziell. Die Künstler sollten mit dem Wettbewerb auch eine Möglichkeit bekommen, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu lange arbeiteten sie im Verborgenen. Mit einer Ausstellung und einem Rotary-Kunstkalender für das Jahr 2022 sollen sie wieder sichtbar werden. Insgesamt wurden 15 000 Euro Preisgeld ausgelobt.

Die Jury, bestehend aus drei Rotariern, Kulturamtsleiter Tobias Schneider und dem KVD-Vorsitzenden Johannes Karl, war beeindruckt von der Vielseitigkeit der Kunstwerke. "In den Portfolios wurde deutlich, wie sehr sich die Künstler und Künstlerinnen mit dem Thema Corona auseinandergesetzt haben. Das spiegelt sich auch in ihren Kunstwerken wider", erklärt die Rotary-Präsidentin, Carola Hain Fischer. Die Einsendungen zeigen, wie lebendig die Dachauer Kunstszene ist. Auch wenn Rotary eigentlich in erster Linie die berufstätigen Kunstschaffenden als Zielgruppe im Blick hatte, war der Wettbewerb doch so offen formuliert, dass auch Schüler, Schülerinnen und Studierende Werke eingereicht haben. Für den künstlerischen Nachwuchs hat die Jury Antonia Doben und Julia Weichselbauer einen Sonderpreis in der Kategorie Bildende Kunst vergeben.

Selbstporträt von Marian Wiesner aus Bienenwachs.

(Foto: Toni Heigl)

Es gab insgesamt 15 Preisträger aus den Kategorien: Bildende Kunst, Fotografie und Film, Musik, Performance und Theater. Im Bereich Bildende Kunst haben Yugian Zhao, Inge Jakobsen und Zaki Rahimi mit Bildern und Marian Wiesner mit einer Skulptur überzeugt. Die Preisträger im Bereich von Fotografie und Film waren Wolfgang Feik mit Schwarz-Weiß-Fotografien von Künstlern und Künstlerinnen im Lockdown sowie Martin Off mit Naturfotografien. Herausragend war auch der Kurzfilm von Markus Kreul und Konstantin Volkmar, einem Wechselspiel von Winterlandschaft und Klavierspiel unter dem Titel "This is not the end". Johannes Karl, Margot Krottenthaler und Wolfgang Feik haben als eine Gruppe der KVD mit dem Film "Vernissage to Go" gewonnen.

Im Bereich Musik gewannen Jona Raischl mit einem Song über die vielen flüchtenden Menschen, Paul Prem mit seinem ersten Solo-Album, Petra und Susanna Morper mit einem Violinkonzert von Prokofjew sowie Tim Turusov mit Gitarrenmusik und Short Stories. Im Bereich Performance gingen die Preise an Sara John, die sich mit ihrem Projekt "BodyNumber1" mit dem Menschen als Nummer auseinandersetzt und an den Künstlerverein Outer Circle mit einer Performance, die Malerei, Musik und Theater vereint. Im Bereich Theater gewann die Schauspielerin Ursula Deuker mit einer Theater-Aufführung "Eins zwei drei ein Roman". Insgesamt waren es hervorragende künstlerische Arbeiten.

Zu den ausgezeichneten Arbeiten preiswürdiger Künstler gehören auch die Bilder von Inge Jakobsen.

(Foto: Toni Heigl)

Die Kunstwerke und Projekte werden derzeit in der KVD-Galerie in der Altstadt ausgestellt. Sehen kann man sie dort noch bis zum 17. Juni, dann endet die Ausstellung mit einer Freiluft-Finissage. Für viele Kunstinteressierte ist es eine Gelegenheit, endlich wieder in die Welt der Kunst und Kunstschaffenden einzutauchen.

© SZ vom 10.06.2021 / SZ
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