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Kultur in Karlsfeld:Sommer ohne große Feiern

Siedlerfest und Kultur am See sind abgesagt

Wäre es ein normales Jahr, würde am Donnerstag, 2. Juli, das Siedlerfest starten. Doch Partylaune im Zelt, Umzug durch Karlsfeld und die vielen anderen Freuden werden dieses Jahr nicht stattfinden. "Zum ersten Mal seit 64 Jahren wird es damit in diesem Jahr in Karlsfeld kein Siedlerfest geben", sagt Festreferentin Christa Berger-Stögbauer. "Bedauerlich für alle, die sich auf das Fest gefreut haben, eine Tragödie für den Festwirt sowie unsere Schausteller und Marktkaufleute." Doch das Verbot für Großveranstaltungen besiegelt das Aus. Aber nicht nur für das Siedlerfest, sondern auch für "Kultur am See". Schon seit längerem hat sich der Festausschuss der Siedlergemeinschaft Karlsfeld Nord mit der Absage befasst. Doch die Entscheidung hätten letztlich Bund und Länder getroffen mit dem Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober. "Wir bedauern die Zwangsabsage zutiefst, finden es gleichsam aber natürlich wichtig, verantwortungsvoll und besonnen mit der aktuellen Situation umzugehen", betont die Festreferentin. Das nächste Karlsfelder Siedlerfest wird nun voraussichtlich vom 2. bis 11. Juli 2021 stattfinden.

Bedauern gibt es auch bei den Karlsfelder Künstlerinnen und Künstlern, die sich bereits auf das diesjährige "Kultur am See" vorbereitet hatten. Vom 17. bis 19. Juli sollte diese Veranstaltung an verschiedenen Standorten stattfinden. Doch leider muss auch dies als Großveranstaltung komplett abgesagt werden. Selbst die geplante Kunstausstellung in der Korneliuskirche, die im Rahmen der "Kultur am See" geplant war, wird nicht eröffnen.

Kunstkreis, Korneliuskirche, Gemeinde sowie die Karlsfelder Kulturschaffenden bedauern es sehr, diesen Sommer keine kulturelle Großveranstaltung gemeinsam auf die Beine stellen zu können. Wie der genaue Plan für die nächsten Jahre bezüglich der Kultur-Sommerveranstaltungen aussieht, steht aufgrund der Verschiebungen noch nicht fest.

© SZ vom 01.07.2020 / SZ

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