Karlsfeld:Rückzieher vom Rückzug

Karlsfeld: Birgit Piroué ist zusammen mit Adrian Koppisch seit sechs Jahren Vizepräsidentin des TSV Eintracht Karlsfeld. Im Herbst 2020 hätten Neuwahlen stattfinden sollen, doch diese wurden coronabedingt verschoben.

Birgit Piroué ist zusammen mit Adrian Koppisch seit sechs Jahren Vizepräsidentin des TSV Eintracht Karlsfeld. Im Herbst 2020 hätten Neuwahlen stattfinden sollen, doch diese wurden coronabedingt verschoben.

(Foto: oh)

Piroué will nun doch im Präsidium des TSV Karlsfeld bleiben

Birgit Piroué will nun doch Vizepräsidentin des TSV Eintracht Karlsfeld bleiben. Im Mai hatte sie verkündet, dass sie sich künftig ganz auf ihren Posten als Sportreferentin und Gemeinderätin konzentrieren wolle. "Ich dachte, nach dem ersten Lockdown kommt mehr Arbeit auf uns als Gemeinderäte zu - Sondersitzungen und so weiter", sagt Piroué. Doch das sei wohl ein Irrtum gewesen. Vielmehr sehe sie jetzt, dass der Verein Unterstützung brauchen könne. Da wolle sie sich nicht zurückziehen, sondern lieber die Ärmel hochkrempeln. Denn nach dem zweiten Lockdown komme wahrscheinlich viel auf das Präsidium zu: Neue Hygienekonzepte etwa, außerdem müsse man sich Gedanken machen, wie man wieder neue Mitglieder werben könne.

Dass in den vergangenen Monaten 500 bis 600 Sportler dem TSV den Rücken gekehrt haben, weil sie durch die vielen Einschränkungen in der Coronakrise nicht mehr trainieren konnten, hat Piroué geschockt. Präsident Rüdiger Meyer ist da etwas entspannter: "Die treten wieder ein, wenn wir wieder etwas anbieten", sagt er. In der Vergangenheit habe es auch immer eine gewisse Fluktuation gegeben. Dieses Jahr fehlten jedoch die Eintritte, deshalb seien die Zahlen in den Keller gegangen. Größtes Problem daran: Es wird sich auf die Finanzen des TSV auswirken und das treibt auch Meyer die Sorgenfalten auf die Stirn. Der Präsident ist froh, dass Piroué nun doch weitermachen will. "Sie hat Erfahrung. Und wir haben in den vergangenen sechs Jahren gut zusammengearbeitet", sagt er. Zwar hatte er schon zwei engagierte Vereinsmitglieder gefunden, die sich bei der nächsten Wahl für das Vizepräsidentenamt bewerben wollen, doch das sei keine Konkurrenz. "Das Präsidium kann auch fünf Personen verkraften", sagt er. "Ich bin sogar froh, wenn wir das Paket der Arbeit besser aufteilen können." Doch die Wahl wird wohl noch ein wenig auf sich warten lassen. Voraussichtlich wird sie erst im Oktober stattfinden. Es ist der reguläre Versammlungstermin. "Wir wollen die Wahl nicht monatsweise verschieben", sagt Meyer. Piroués Entscheidung hat manch einen im Verein gefreut: "Eine gute Nachricht für den TSV", schrieb einer.

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