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Infektionszahlen im Landkreis Dachau:Altenheim bleibt Corona-Hotspot

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner im Landkreis Dachau steigt weiter an. Sonntagabend meldete das Gesundheitsamt noch einen Wert von 220,14, am Montag waren es bereits 234,99. Allein am Montag gab es (Stand 16.30 Uhr) 52 weitere Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Aktuell sind 510 Personen infiziert. 1435 befinden sich als Kontaktpersonen in Quarantäne. Der Hotspot im Landkreis ist nach wie vor das Karlsfelder Seniorenheim, wo vor fast vier Wochen die ersten Corona-Fälle gemeldet wurden. Inzwischen dort laut Gesundheitsamt insgesamt 96 Bewohner an Covid-19 erkrankt, sowie 34 Mitarbeiter. 23 Senioren aus der Einrichtung sind bereits an dem Virus gestorben oder zumindest im Zusammenhang mit der Sars-CoV2-Infektion. Zehn Bewohner werden derzeit noch in einem Krankenhaus behandelt. "Ich spreche den Angehörigen mein Beileid aus und wünschen ihnen viel Kraft für die kommende Zeit," sagt Landrat Stefan Löwl in einer persönlichen Stellungnahme. Laut Heimleitung waren die Verstorbenen alle hochbetagt und litten unter schweren Vorerkrankungen. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern seien die Bewohner in ihren Zimmern isoliert, nähmen dort ihre Mahlzeiten ein und erhielten Einzelbetreuung, so die Heimleitung. Seit dem 9. November würden auch alle Mitarbeiter vor Dienstbeginn mit einem Antigen-Schnelltest auf eine eventuelle Infektion überprüft. Aktuell seien 56 Bewohner laut Heimleitung erkrankt, 18 gelten als wieder genesen. Neben der Senioreneinrichtung in Karlsfeld gibt es derzeit auch in drei anderen Alten- und Pflegeheim im Landkreis einige wenige Infektionen.

© SZ vom 24.11.2020 / cb
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