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Im Kloster Karmel Heilig Blut:Zeitzeugenbericht von Hilde Grünberg

Hilde Grünberg erzählt am Donnerstag, 13. Februar, in einem Zeitzeugengespräch im Kloster Karmel Heilig Blut in Dachau ihre Geschichte und die ihrer Familie. 1940 zog Hilde Grünberg (geboren 1936) als Dreijährige mit ihrer Mutter Erika nach München-Haidhausen, wo bereits die Großmutter und Tante Eva wohnten. Der Vater hatte die jüdische Ehefrau verlassen. Zwei Jahre später wurde die Großmutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Die Mutter und die Tante wurden aus den bisherigen Berufen entlassen und sollten in einer Munitionsfabrik arbeiten. Hilde Grünberg wurde deshalb als Siebenjährige mit der "Kinderlandverschickung" zu einer Bauernfamilie in Schwabbruck bei Schongau gebracht, wo sie mehr als ein Jahr in kargen und einsamen Verhältnissen leben musste. Im Sommer 1944 holte Tante Eva sie nach Isen, wo sie wohlbehütet bis zum Kriegsende bleiben konnte.

Die Katholische Seelsorge von Karmel Heilig Blut, das Dachauer Forum und die evangelische Versöhnungskirche haben Hilde Grünberg eingeladen. Ihr Bericht über das Schicksal ihrer Familie beginnt um 19.30 Uhr.

© SZ vom 11.02.2020 / SZ
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