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Haimhausen:Tausendsassa an den Tasten

Seine Karriere begann Martin Schmitt als Pianist in der Boogie- und Bluesszene Münchner Clubs. Bei seinem Auftritt beim Haimhausener Kulturkreis im Auditorium der Bavarian International School (BIS) begeisterte er das Publikum, das es als Wohltat empfand, in angespannten Zeiten wieder mal herzlich lachen zu können. In seinem Programm "Bässdoff" amüsierte Martin Schmitt die Zuhörer mit den Streitigkeiten seiner Großeltern: "Ich lieb ihn ja, aber i mog'n halt ned". Gleichzeitig rührte er aber auch mit seiner "Hommage an die Oma", zu der man sich die Balladenbeleuchtung vorstellen sollte. Mit Charme und Wortwitz fand er gleich den richtigen Draht zum Publikum. So stimmte es trotz Maskenpflicht munter mit ein bei der Eigenkomposition "Anmachkatastrophen": "Des geht ned guad mit uns zwoa - na, na, na." Bei den witzigen Texten der "Midlifecrisis" und "Schmittisch Airways" lauschte man gebannt, um im Reimfeuerwerk nichts zu verpassen. Als Zugabe gab es "Sächsbömb" - der Hit von Tom Jones auf Sächsisch. Begeisterter Beifall für einen echten Tausendsassa.

© SZ vom 22.10.2020 / SZ
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