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Haimhausen:Haimhausen erwartet Flüchtlinge

Jetzt wird es konkret für die Gemeinde Haimhausen: Am 7. Dezember werden die ersten Bürgerkriegsflüchtlinge ankommen. Das bestätigte Haimhausens Bürgermeister Peter Felbermeier. Er rechnet damit, dass an diesem Tag etwa ein Viertel, das sind 25 erwachsene Männer, der insgesamt erwarteten 100 Flüchtlinge in die Wohncontainer an der gemeindlichen Recyclinganlage einziehen werden. Über den Ankunftstermin sei man am vergangenen Mittwoch vom Landratsamt informiert worden.

Unterdessen laufen in der Gemeinde die Vorbereitungen für den Einzug der Flüchtlinge auf Hochtouren. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks Dachau, die damit beschäftigt sind, die Wohncontainer mit Möbeln und Betten auszustatten, seien, so Felbermeier, an ihre Belastungsgrenze gekommen. Zur Entlastung tragen mittlerweile auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Haimhausen bei. Sie helfen nicht nur beim Ranschaffen der Betten. "Eine großartige Leistung," lobt der Bürgermeister

Noch bevor die ersten Flüchtlinge einziehen, können sich die Haimhauser einen ersten Eindruck von der Unterkunft verschaffen. Die Gemeinde veranstaltet am Freitag, 4. Dezember, von 17 bis 19 Uhr, in der Anlage einen Tag der offenen Tür. Um 17 Uhr wird die Flüchtlingsunterkunft zudem kirchlich gesegnet.

Ursprünglich hätten in die Anlage 75 von insgesamt rund 14 000 unbegleiteten Jugendlichen, die sich in Bayern aufhalten, einziehen sollen. Nachdem aber diese Jugendlichen nun seit dem 1. November ebenfalls nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel auf die gesamte Bundesrepublik verteilt würden, sei, so Felbermeier, "der Druck, der bislang auf dem Freistaat lastete, nicht mehr da". Der Königsteiner Schlüssel errechnet sich aus der Größe eines Bundeslandes, der Einwohnerzahl sowie der Wirtschaftskraft jedes Bundeslandes. Die unbegleiteten Jugendlichen werden in klassischen Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht und dort auch sozialpädagogisch betreut.