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Gründerin der Dachauer Montessori-Schule:Nachruf

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Veronika Dalloz, die Gründerin der Dachauer Montessorischule, ist in der vergangenen Woche im Alter von 74 Jahren in ihrer niederbayerischen Heimat gestorben.

(Foto: oh)

Trauer um Veronika Dalloz

Die Montessori-Schule Dachau trauert um ihre Schulgründerin und Ehrenmitglied des Fördervereins Veronika Dalloz, vielen im Landkreis wohl noch besser bekannt als Ebner-Bittersohl, die vergangene Woche im Alter von 74 Jahren in ihrer niederbayerischen Heimat im Landkreis Regen verstorben ist. Sie hinterlässt eine Tochter und ihren Mann aus zweiter Ehe.

Im Jahr 1993 hatte Dalloz, die zu jener Zeit in Hebertshausen wohnte, mit Pioniergeist und unerschütterlichem Einsatz zusammen mit einigen Eltern die Montessori-Schule Dachau ins Leben gerufen und damit ein Projekt gestartet, von dem sie zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen konnte, welchen Segen es über die Jahre entfalten würde. Sie startete mit der 1. Klasse in Schulräumen in Ludwigsfeld. Im Frühjahr 1994 zog sie dann mit ihrer Klasse in ein Gebäude im Gewerbegebiet Dachau, wo sie bis 2001 die Schule zielstrebig aufbaute und erweiterte. 2001 wechselte sie dann an die Mittelschule Dachau Süd, wo sie bis 2009 als Schulleiterin tätig war und dann frühzeitig in Rente ging. Ihr Anspruch als Lehrerin jeder Schulform war es stets, Kinder zu freien Individuen zu erziehen.

Die Montessori-Geschäftsführerin Ulla Gabel erinnert sich an Dalloz als eine "schillernde Persönlichkeit", die die Fähigkeit besaß, Menschen zu begeistern. "Sie war genial", sagt Gabel. Voller Tatkraft, Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen habe sie stets allen Widerständen getrotzt. "Sie hat sich im Leben nie geschont", so Gabel.

Dalloz legte mit ihrer Arbeit den Grundstein für die Schule, aus dem eine große Schulfamilie mit einem festen Platz in der Schullandschaft Dachaus geworden ist. "Hunderte von Kindern verdanken ihr einen positiven Start auf ihrem Bildungsweg. Wir werden uns immer mit ihr verbunden fühlen", sagt Schulleiterin Roswitha Bernard.

© SZ vom 21.01.2021
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