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Gespräch mit dem Karlsfelder SPD-Bürgermeisterkandidaten:Angst vor Drohkulissen

Anwohner am Bruno-Danzer-Platz fürchten sich vor Jugendlichen, die sich auch nicht in die Schranken weisen lassen wollen.

Anwohner am Bruno-Danzer-Platz fühlen sich von Jugendlichen gestört, die dort mit ihren Fahrrädern unterwegs sind. Bei einer Ortsteilbegegnung in der Neuen Mitte mit dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Bernhard Goodwin und dem Parteivorstand warfen Bürger den Heranwachsenden Rücksichtslosigkeit vor. Diese würden "wild mit ihren Rädern über den Platz und vor den Märkten fahren und die Räder auch überall auf dem Platz verteilt liegen lassen", heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Wenn die Jugendlichen von Anwohnern auf das unangemessene Verhalten angesprochen würden, bauten diese "eine Drohkulisse" auf. "Dies führt bei den Anliegern zu Ängsten."

Von der Polizei erhalten die Anwohner laut SPD auch wenig bis keine Unterstützung. Frühere Kunden von Aldi, Müller und Edeka aus dem Umfeld würden inzwischen auf andere Märkte ausweichen, da auch sie vom Verhalten der Jugendlichen abgeschreckt würden. Die Anwohner setzen nun Hoffnung auf die neue Streetworkerin. "Einigkeit bestand darin, dass eine Lösung nur durch ein Zusammenwirken von Jugendlichen, Eltern, Gemeinde, Polizei und Anwohnern dauerhaft gefunden werden kann", so die SPD. Keiner wolle die Jugendlichen verdrängen. Man wünsche sich aber ein "verträglicheres Verhalten".

Bei der Ortsteilbegehung bemängelten Anwesende auch den Verkehr an der Wögerwiese. Sie stören sich an den Falschparkern und Rasern. Gleichwohl wollte niemand eine Totalsperrung, da die Wögerwiese für die Anwohner der Pfarrer-Mühlhauser-Straße eine gute Anbindung an die Gartenstraße und damit zur Schule sei, berichten die Sozialdemokraten. Allerdings würde die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs begrüßt. Auch die Anbindung an die S-Bahn durch Busse wurde bemängelt. Durch die Staus auf der Münchner Straße kommen die Busse oft nicht rechtzeitig zur S-Bahn. Das führe dazu, dass viele mit dem Auto zur S-Bahn fahren würden. Goodwin sieht deshalb den Ausbau der Parkplätze an der S-Bahn kritisch: "Mehr Parkplätze ziehen auch mehr Verkehr an, insbesondere aus Dachau. Lieber ist mir eine verbesserte Busanbindung."