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Freizeitsport:Dachau bekommt eine Kletterhalle

Der Bau der Naturfreunde soll am Wettersteinring entstehen. Die 17 Meter hohen Wände sollen Sportbegeisterte aus der ganzen Region anlocken.

Auf allgemeine Begeisterung ist im Bauausschuss des Dachauer Stadtrats der Antrag auf Bau einer Kletterhalle gestoßen. Antragsteller ist der Landesverband Bayern des Vereins Naturfreunde Deutschland. Geplant sind Kletterwände in verschiedenen Formen und Schwierigkeitsgraden sowie eine Kletterwand im Freien. Kurse soll es für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben, auch Schulen sollen die Halle am Wettersteinring nutzen können.

Die Entscheidung der Naturfreunde für den Standort Dachau schreibt sich die SPD als Erfolg auf die Fahnen. Der Ortsverein Dachau habe den Kontakt hergestellt und die Idee befördert. Wie SPD-Stadtrat Sören Schneider mitteilt, wollen die Naturfreunde einen siebenstelligen Betrag investieren, noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen und ihn schon nächstes Jahr einweihen. Sportreferent Günter Dietz (CSU) erklärte im Ausschuss: "Die CSU ist voll und ganz dafür." Die Dachauer Sektion des Alpenvereins wünsche sich schon lange eine solche Halle und damit Trainingsmöglichkeit zum Klettern. "Ich find's klasse", sagte FW-Stadtrat Claus Weber. Die Boulderwand beim ASV sei nicht ausreichend.

Die Kletterhalle soll Sportbegeisterte aus der ganzen Region anziehen, für die SPD ist es "ein Projekt mit Signalwirkung" und "eine echte Chance für Dachau." Laut SPD haben die Naturfreunde jahrelang in der Region nach einem geeigneten Standort gesucht und ihn nun im Gewerbegebiet an der äußeren Münchner Straße gefunden. Die 44 Meter lange Halle wird zum Teil bis zu 17 Meter hoch sein. Hoch genug, um den Vorschriften für Wettkampfklettern zu genügen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. In ihrer Betriebsbeschreibung erklären die Naturfreunde, auch Geringverdienern und Menschen mit Behinderung das Klettern ermöglich zu wollen.

© SZ vom 29.09.2016 / vgr/gsl
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