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Fotografie:Ansporn durch die Ehefrau

Fotoclub Dachau

Mit diesem Foto zum Thema "Licht als Kulturtechnik" gewann der Dachauer Klaus Reibl die Einzelwertung des 35. regionalen Fotowettbewerbs.

(Foto: Klaus Reibl)

Wie der Dachauer Hobbyfotograf Klaus Reibl mit seinen Bildern Preise gewinnt

Nicht jeder kann sein Hobby zum Beruf machen. Zu ihnen gehört auch Klaus Reibl aus Dachau. Obwohl der 65-Jährige schon als Kind vom Fotografieren nicht genug bekommen konnte, hat er doch eine andere Laufbahn eingeschlagen. Doch bereut hat er es nie.

Herr Reibl, wie kamen Sie zu Ihrer Begeisterung für die Fotografie?

Mein Interesse hat eigentlich schon begonnen, als ich ungefähr sechs oder sieben Jahre alt war. Damals habe ich noch in Rumänien gelebt, da bin ich geboren. Der Vater von einem Freund dort war Fotograf. Deswegen hatte er eine Dunkelkammer im Keller, die wir als kleine Kinder immer durchstöbert haben. Wir haben mit den weggeschmissenen Negativen rumexperimentiert. Und dann ist meine Familie irgendwann nach Deutschland gezogen.

Wie ging es dann weiter mit der Fotografie?

Meine Mutter gewann bei einem Elektrohandel hier in Dachau eine Kamera und schenkte sie mir, da war ich 14 Jahre alt. Ich habe die ersten Aufnahmen gemacht. Besonders Wandertage mit der Schule haben mir gefallen. Da habe ich mit einem Freund zusammen Bilder gemacht, die wir dann entwickeln durften. Und seitdem ist meine Begeisterung für die Fotografie nie abgerissen.

Das Fotografieren ist seine Leidenschaft: Klaus Reibl.

(Foto: privat)

Sind Sie heute nur im Fotoclub Dachau oder auch in anderen Organisationen vertreten?

Ich bin auch bei anderen Organisationen und nehme jährlich an vielen Wettbewerben teil. Ich bin Mitglied beim Deutschen Verband der Fotografie und fotografiere auch öfters für die Zeitschrift Fotoforum.

Warum sind Sie nie professioneller Fotograf geworden?

Dafür war ich nie gut genug und als Kaufmann in einem Eisenwarenhandel bin ich auch glücklich geworden. Das Fotografieren ist meine Leidenschaft, aber es war nie etwas, mit dem ich hätte Geld verdienen können.

Was spornt Sie an, sich als Fotograf immer wieder zu verbessern?

Auf jeden Fall meine Frau, Gertrud Wächter. Auch sie ist Hobbyfotografin, nur eine sehr viel bessere. Wir treten immer wieder bei den gleichen Wettbewerben an und messen uns aneinander. Es ist so ein hausinterner Wettstreit daraus geworden, wir waren niemals neidisch auf den anderen, es hat uns nur immer dazu gebracht, uns Mühe zu geben. Meine Frau arbeitet aber weitaus sortierter und ordentlicher als ich. Sie kann einfach akribischer arbeiten, weshalb sie mir immer einen Schritt voraus ist.

Wie arbeiten Sie und was mögen Sie an der Fotografie?

Ich denke sehr viel über die Vorgaben eines Wettbewerbes nach und durchforste auch mein Archiv, man weiß nie, welche Schätze man noch von vor 40 Jahren finden kann. Da habe ich einiges wiedergefunden, das ich längst vergessen hatte. Auch wenn ich jetzt in der Rubrik Farbe gewonnen habe, fotografiere ich lieber in Schwarz/ Weiß. Diese Vielfalt an Grautönen finde ich einfach faszinierend. Aber neben der Fotografie an sich, liebe ich auch das Entwickeln in der Dunkelkammer. Das hat mir ja auch schon als kleiner Junge Spaß gemacht.