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Einsatz für die Gesellschaft:Drei Ministerien

Die VR Bank fördert Sport und Soziales und bringt Künstler wie Baselitz nach Dachau

Auf einen Schlag blühte der Name Dachaus in der Kunstszene der ganzen Republik auf: Georg Baselitz - die Volksbank Raiffeisenbank hatte 2016 eine Ausstellung mit grafischen Werken des weltbekannten Künstlers ins Dachauer Schloss gebracht. Kuratiert wurde sie von der Kunsthistorikerin Bärbel Schäfer, Mitarbeiterin der Bank. 2019 folgt eine Ausstellung fotografischer Werke von Katherina Sieverding. "Das hat mittlerweile schon Zugcharakter", sagt der Vorstandsvorsitzende Thomas Höbel. Doch es geht nicht nur um die alljährlich herausragenden Kunstereignisse: Die VR Bank fördert seit Jahrzehnten Kultur und Kunst in Dachau. Man wolle, so Höbel, an den Charakter der Stadt als einstige Künstlerkolonie anknüpfen. Deshalb müsse man die andere Seite Dachaus, die Geschichte des Konzentrationslagers, nicht wegschieben. Werbung? Natürlich wollen wir als Bank erkannt und wahrgenommen werden, wie Höbel sagt. "Wenn es der Stadt gut geht, dann geht es auch uns gut. Das ist ganz einfach."

Deshalb nimmt wie bei der Sparkasse Dachau die Förderung auch des Sports und des sozialen Lebens einen breiten Raum ein, der dreiköpfige Vorstand hat sich die Aufgaben geteilt. Karl-Heinz Hempel ist der Kulturminister, wie Thomas Höbel sagt, Johann Schöpfel leitet das Sozialministerium, und er selbst firmiert als Sportminister. Höbel, dem die Inklusion am Herzen liegt, ist viel mit der Johannes-Neuhäusler-Schule unterwegs - "an Wintersporttagen oder beim Segeln wachsen die Kinder über sich selbst hinaus, auch die Lehrkräfte und unsere Mitarbeiter, das ist für alle ein Gewinn, auch für mich persönlich, weil wir im Umgang mit Menschen mit Behinderungen die Berührungsängste verlieren". Der Firmenlauf zählt 2000 Teilnehmer, darunter Schulklassen, die Geld für eigene Projekte erhalten. Sportvereine erhalten Geld nach der Devise Hilfe zur Selbsthilfe. Oder das Tierheim: Höbel sitzt im Vorstand des Tierschutzvereins.

"Der Genossenschaftsgedanke spiegelt sich in all unserem Tun. Wir wollen die Stadt bedeutend machen und der Region etwas zurückgeben." Da darf, meint die Kommunalpolitik, auch die VR-Bank etwas davon haben.