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Direktvermarktung in Dachau:Mehr Präsenz für Hofläden

Direktermartkung Petersberg Artenvielfalt

Die Mitglieder des Runden Tisches für Artenvielfalt setzen sich für eine nachhaltigere Landwirtschaft ein.

(Foto: oh)

Der Runde Tisch für Artenvielfalt will Direktvermarkter besser präsentieren und bittet Kommunen um Unterstützung

Die regionalen Lebensmittelproduzenten im Dachauer Land sollen nach dem Willen des Runden Tisches zur Artenvielfalt in Dachau sichtbarer werden. In Briefen an die Bürgermeister im Landkreis bittet die Initiative um Unterstützung bei dem Ziel, mehr Aufmerksamkeit für die Produkte der Direktvermarkter zu erzeugen. Laut Pressemitteilung sollen die Bürgermeister dazu ermutigt werden, bei der regionalen Vernetzung zu helfen.

Auf der Homepage www.dachau-handelt.de, hinter der Stadt, Verbände und Unternehmen stehen, soll zum Beispiel ein eigener Button "Regionales aus dem Landkreis Dachau" präsentieren. Die Kommunen könnten laut dem Runden Tisch dabei behilflich sein, dass örtliche Anbieter nicht vergessen werden. Die Verfasser erhoffen sich mehr Sichtbarkeit für Direktvermarkter in der Landwirtschaft, etwa für Hofläden, Hofhütten mit und ohne Automaten sowie regionale Lebensmittelproduzenten der jeweiligen Gemeinden. Die Initiative, die sich für mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft einsetzt, plant, alle Einkaufsmöglichkeiten ab Hof in eine Liste aufzunehmen, die dann im Internet zu sehen sein soll. Ziel ist, durch höhere Präsenz das Bewusstsein der Verbraucher zu stärken. Verantwortlich für die Aktion sind Michaela Widmann aus Altomünster, stellvertretende Landesvorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) in Bayern, und Landwirt Simon Sedlmair aus Puchschlagen, der unter Telefon 08138/92590 zu erreichen ist. Die KLB Diözesanstelle am Petersberg unterstützt das Anliegen und gibt ebenso Auskünfte unter Telefon 08138/931370.

Der Runde Tisch für Artenvielfalt ging aus den Diskussionen über das bayerische Volksbegehren für mehr Artenvielfalt (Rettet die Bienen!) im vergangenen Jahr hervor. Damals traf sich ein kleiner Kreis zum Austausch auf dem Bauernhof des stellvertretenden Kreisobmanns Simon Sedlmair. Die Konfrontationen von Befürwortern und Gegnern des Volksbegehrens seien massiv gewesen, erinnert sich Pfarrer Josef Mayer von der Landvolkshochschule Petersberg. Heute nach über einem Jahr, inzwischen ist das Begehren zum Gesetz geworden, hat es bereits mehrere Folgetreffen gegeben. Die Beteiligten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen seien sich inzwischen einig, die regionale nachhaltige Landwirtschaft zu stärken. Diskutiert werde nur über den richtigen Weg dahin.

© SZ vom 12.08.2020 / SZ

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