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Debatte um Jugendszene:KVD bedauert Streit um Kulturförderung

Die Künstlervereinigung Dachau (KVD) nimmt das selbstverwaltete linke Dachauer Jugendzentrum Freiraum vor öffentlichen Angriffen in Schutz. Hintergrund ist die Berichterstattung der SZ über die Diskussion um einen Zuschuss für die Punk-Band Sabot Noir, die sich zu einer Grundsatzdebatte über Dachaus Kulturpolitik ausgewachsen hat. "Als Vorstand der KVD finden wir es bedauerlich, dass sich die Diskussion über den umstrittenen Song einer Punk-Band mittlerweile auf die bewährten Kulturförderrichtlinien der Stadt Dachau erstreckt. Dieser Umstand sorgt in der Kulturszene für Irritation", schreiben die Unterzeichner Maria Detloff, Ramón Grote, Johannes Karl, Margot Krottenthaler und Florian Marschall. "Dass dieser mediale Aufreger nun auch noch dazu benutzt wird, den Freiraum beziehungsweise den Freiraum e.V. zu attackieren, ist für uns gänzlich unangebracht."

Der KVD-Vorstand setze sich "auch weiterhin für eine vielfältige Jugendkultur und eine lebendige Kulturszene in Dachau ein". Kritik am Stadtrat übte die Künstlervereinigung bewusst nicht. Stattdessen appellierte sie, die Polemik gegen das Jugendzentrum zu beenden. "Jetzt ist es auch mal wieder gut!", heißt es in dem Brief wörtlich.

© SZ vom 14.08.2020 / gsl

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