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Dachauer Nachwuchszauberer:"Je mehr Publikum, desto besser"

Immer wieder Sonntags; Magic Maxl

Da staunt der Moderator: Stefan Mross und Maximilian Schmalhofer während der Live-Show "Immer wieder sonntags".

(Foto: privat)

Maximilian Schmalhofer, 11, zaubert aus Leidenschaft und meistert auch große Auftritte ohne Lampenfieber.

Der elfjährige Maximilian Schmalhofer aus Dachau ist als jüngstes Mitglied des Magischen Zirkels in Deutschland nicht nur bühnen-, sondern inzwischen auch fernseherprobt. Für Maxl, wie ihn Freunde und Fans nennen, ist das Zaubern eine ernsthafte Disziplin. Einen "normalen" Job möchte er neben dem Dasein als Magier aber trotzdem erlernen.

SZ: Maxl, neulich warst Du in der Live-Sendung "Immer wieder sonntags" im Ersten zu sehen. Wie lief das hinter den Kulissen ab?

Maximilian Schmalhofer: Wir sind am Freitag angekommen und hatten gleich unsere erste Probe. Am Samstag war dann die Generalprobe - und am Sonntag ging's schon gleich zur Show.

War das Dein erster Auftritt im Fernsehen?

Nein. Ich war davor schon einmal bei "HobbyMania" im Kika und einmal bei den "EhrlichBrothers" (eine Magier-Show bei RTL, Anm. d. Red.).

Hast Du vor so einem großen Auftritt Lampenfieber?

Ich bin eigentlich gar nicht aufgeregt. Ich freu' mich - je mehr Publikum, desto besser! Ich hab gar keine Angst davor, auf der Bühne zu stehen.

Wann standest Du denn das erste Mal auf der Bühne?

Überlegt. Das weiß ich gar nicht mehr. Eigentlich ging das schon im Kindergarten los. Aber da habe ich noch nicht gezaubert.

Sondern?

Da haben wir ein kleines Theaterstück aufgeführt und ich durfte das ansagen. Ich hab' also das ganze Stück moderiert.

Macht Dir das Moderieren auch Spaß?

Ja, das macht mir sehr viel Spaß! Ich hab' auch schon zwei Mal eine Zaubershow vom Zauberring München moderieren dürfen mit einem großen Zauberkollegen - das war wirklich toll!

Würdest Du das auch später gerne mal machen?

Ja, also ich kann mir schon gut vorstellen, Zaubern zu meinem Beruf zu machen. Aber man sollte ja immer auch noch einen normalen Beruf erlernen, falls es dann doch nicht funktioniert.

Wie bist Du überhaupt zum Zaubern gekommen?

Das war eigentlich nur durch meine Oma, die hat mir zum fünften Geburtstag einen Zauberkasten geschenkt.

Was ist in so einem Zauberkasten drin?

Ganz viele kleine Tricks - meistens mit nicht so hoher Qualität, aber zum Einstieg sind sie eigentlich ganz gut. Wenn man sich die Anleitungen durchliest, kann man hier schon viele Tricks machen. Das Problem ist, dass alle denken, wenn sie den Zauberkasten öffnen, können sie sofort zaubern. Das ist aber nicht so. Man muss üben, üben, üben.

Wie oft übst Du denn?

Ich übe eigentlich immer. Es kommt ganz selten vor, dass ich mal keine Karten in der Hand habe.

Denkst Du Dir die Tricks, die Du jetzt zeigst, alle selbst aus?

Na ja, es gibt ja ganz viele Anleitungen in Büchern, DVDs und von anderen Zaubern. Zwei Mal im Monat gibt es dann auch immer den Zirkelabend in unserem Club, da treffen sich fast alle Zauberer vom Zauberring München, zeigen ihre Tricks und tauschen sich aus.

Wie kann man sich so einen Zirkelabend vorstellen? Ähnlich wie in "Hogwarts" bei Harry Potter?

Wir sind eigentlich nur in einem Restaurant, essen und trinken dort. In der Mitte gibt es dann einen Tisch, an dem gezaubert wird. Aber wir tragen keine spezielle Kleidung oder so - das ist alles ganz normal.

Magst Du denn die Geschichte von Harry Potter?

Nein, ich bin gar kein Fan. Aus irgendeinem Grund gefällt mir die Geschichte von Harry Potter überhaupt nicht.

Hast Du einen Lieblingstrick?

Es gibt so viele tolle Tricks, einen Lieblingstrick habe ich nicht.

Auch nicht den "Brezn-Trick", den du 2017 im Ludwig-Thoma-Haus in Dachau und nun im Fernsehen gezeigt hast?

Also, in Dachau habe ich damals meine Meisterschaftsnummer aufgeführt, mit der bin ich auch bei den Deutschen Jugendmeisterschaften angetreten. Hier funktioniert der Trick mit drei Bechern, drei Breznstücken und auf einer kleinen Bierbank. Im Fernsehen war das alles etwas kleiner - ich hatte nur ein Breznstück und einen Becher. Das geht dann ein bisschen anders.

Ganz ehrlich: Verwendest Du Deine Zauberkünste auch mal im Alltag?

Na ja, in der Schule darf ich das ja eigentlich nicht so wirklich. Und bei Zaubertricks ist es auch eher so, dass man immer etwas vor Publikum vorführt. Nicht wie bei einem Streich, bei dem man jemanden austricksen möchte.

Stehst Du in nächster Zeit mal wieder auf der Bühne?

Am 28. Oktober bin ich in Wien beim "Magic Slam Austria". Da führe ich auch meine Meisterschaftsnummer vor und noch eine kleine Überraschung danach. Das wird das erste Mal sein, dass ich diesen neuen Trick zeige.

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