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SZ-Adventskalender:Wohnungslos

Eine junge hochschwangere Frau aus Nigeria kann sich von ihrem Verdienst keine Unterkunft leisten

Wer in Not gerät, sollte vom sozialen Netz aufgefangen werden. Doch manche Menschen fallen durch sämtliche Maschen und müssen buchstäblich auf der Straße leben. So wie Laura T. (Namen geändert), die jetzt bei der Asylberatung der Caritas anklopfte. Die junge Frau stammt aus Nigeria und hat irgendwann die Flucht über das Mittelmeer nach Italien geschafft. Dort leben Flüchtlinge auf der Straße. Jobs, Betreuung oder auch nur Lebensmittel und ein Dach über dem Kopf gibt es dort für Asylsuchende nicht. Mit einer italienischen Aufenthaltsgenehmigung, die Reisen innerhalb der EU erlaubt, ist Laura T. deshalb wie so viele Flüchtlinge bald nach Deutschland weitergefahren.

Weil sie hier sofort Arbeit fand, konnte sich die junge Frau, die einen soliden Bildungshintergrund hat und gut Englisch spricht, lange eigenständig über Wasser halten. Gewohnt hat sie "hier und da", mal im Freien, gelegentlich bei Bekannten, eine eigene Unterkunft konnte sie sich von ihrem geringen Verdienst nicht leisten. Vermutlich würde sich die junge Frau noch immer ganz gut alleine durchschlagen, hätte sie sich nicht im vorigen Jahr verliebt. Jetzt erwartet sie ein Kind von ihrem Freund, der ebenfalls aus Nigeria geflüchtet ist und im Landkreis in einer Asylunterkunft lebt. Dort kann Laura T. ihn besuchen, aber wohnen darf sie in dieser Gemeinschaftsunterkunft nicht. Eigene Ansprüche auf finanzielle Unterstützung oder ein Obdach hat sie mit ihrem italienischen Aufenthaltstitel nicht.

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Kurz bevor ihr Kind geboren werden soll, ist die junge Frau in einem Teufelskreis gefangen. Auch auf eine Unterbringung in einer Obdachlosenunterkunft hat sie keinen Anspruch, weil sie nirgendwo mit Wohnsitz gemeldet ist. Anmelden kann sie sich in keiner Gemeinde, da sie definitiv keine Wohnung hat und somit auch über keine Meldeadresse verfügt.

"Ihre Situation ist vollkommen verzweifelt", sagt Asylberaterin Marion Benzait. Doch angesichts der enormen Wohnungsnot im Landkreis kann auch die Beraterin der werdenden Mutter kein Obdach verschaffen. Damit die hochschwangere Frau nicht mitten im Winter auf der Straße leben muss, wird der SZ-Adventskalender helfen, dass sie vorläufig in einer Pension unterkommen kann.