Dachau:Strom aus Abfall

Freie Wähler fordern den Ausbau der kommunalen Müllverbrennungsanlage GfA in Geiselbullach

Sowohl der Fraktionsvorsitzende der Freien-Wähler-Kreistagsfraktion Michael Reindl als auch sein Fürstenfeldbrucker Kollege, Michael Leonbacher, favorisieren den Ausbau der kommunalen Müllverbrennungsanlage GfA in Geiselbullach zu einem Energieversorgungsunternehmen, zur Stromgewinnung und Nahwärmeversorgung. Bei einer gemeinsamen Fraktionssitzung der Freien Wähler aus den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck mit den jeweiligen Kreisvorständen betonte Michael Reindl aus der Gemeinde Erdweg, hierzu müssten die erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung angestellt werden.

Grundlage für die Diskussion war die Studie von Professor Martin Faulstich vom Clausthaler Umwelttechnik-Institut, die die Freien Wähler aus beiden Landkreisen mit einem gemeinsamen Antrag auf den Weg gebracht hatten. Darin wird laut Pressemitteilung der Freien Wähler die Notwendigkeit deutlich zum Ausdruck gebracht, thermische und elektrische Energie durch die Abfallverbrennungsanlage Geiselbullach bereitzustellen. Die Erweiterung der bestehenden Anlage oder aber auch der Aufbau einer zusätzlichen Energieerzeugungsanlage könnte zudem einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des elektrischen Netzes liefern.

Der ebenfalls anwesende Vorstand der GfA, Thomas König, plädierte dafür, dass die Landkreise die Verantwortung der Energieversorgung übernehmen sollten. "Somit sehen sich die Freien Wähler in ihrer grundsätzlichen Einstellung bestärkt, dass die Energiewende sowohl regional als auch dezentral umgesetzt werden muss", heißt es in der Mitteilung. Um eine letztendliche Entscheidung über einen Energiestandort herbeizuführen, sind nach Angaben der Freien Wähler jedoch weitere detaillierte Untersuchungen erforderlich, in denen verschiedene Optionen analysiert werden können, um die als vorteilhafteste bewertete Variante letztendlich auch technisch umzusetzen.

© SZ vom 16.04.2015 / SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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