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Dachau:Schau mal, wer da piept

Vom 8. bis zum 10. Januar werden wieder Wintervögel gezählt

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rufen alle Naturfreunde im Landkreis auf, zwischen dem 8. und 10. Januar eine Stunde lang die Vögel am Futterhaus, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. So beteiligten sich im Januar 2015 in Dachau trotz des Sturmes am Wochenende der Mitmachaktion 323 Vogelfreunde, die mehr als 8000 Tiere zählten. Die zehnte Wintervögel-Zählung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) im vergangenen Januar brachte eine klare Tendenz: Immer mehr Vögel ziehen im Winter nicht mehr in den wärmeren Süden. Bayernweit zeichnete sich ein ähnlicher Trend ab: Es wurden fünfmal so viele Stare wie in den Vorjahren gesichtet - ein Rekordergebnis.

Die Kohlmeise als bayernweit erstplatzierte Meisenart wurde im Landkreis Dachau 1042 Mal gesichtet und erreichte immerhin Platz drei der am häufigsten gezählten Vögel. Damit lag sie nur knapp hinter dem Hausspatz, der 1092 Mal beobachtet wurde. Unangefochtener Spitzenreiter im Dachauer Land war aber zum vierten Mal in Folge der Feldsperling mit 1565 Meldungen.

Besondere Aufmerksamkeit soll bei der Zählung auch der Stieglitz, der Vogel des Jahres 2016, bekommen. Insgesamt hofft der LBV wieder auf eine rege Beteiligung. Denn je größer die Teilnehmerzahl sei, desto wertvoller würden die Ergebnisse.

Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten des Siedlungsraums, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stunde-der-wintervoegel.de bis zum 18. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort ausgewertet. Auch per Post (Einsendeschluss ist ebenfalls der 18. Januar) und unter der kostenlosen Rufnummer (0800) 115 71 15 ist am 9. und 10. Januar von 10 bis 18 Uhr die Meldung möglich.

SZ