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Dachau:Messebetreiber wehrt sich gegen Kritik des Stadtrats

Der Organisator bescheinigt der Diva ein "unglaublich hohes Niveau", zeigt sich aber offen für Veränderungen.

Der Betreiber der Dachauer Informations- und Verkaufsausstellung Diva, Josef Schmid, wehrt sich vehement gegen Kritik an der Regionalmesse. "Die Besucherquoten sind sensationell gut." Die Messe finde "auf unglaublich hohem Niveau" statt.

Fraktionsübergreifend hatte es im Stadtrat immer wieder kritische Nachfragen zur Diva gegeben. Eine detaillierte Kostenaufstellung wurde gefordert. Laut dieser musste die Stadt zuletzt 64 000 Euro zuschießen. Bündnis und SPD beantragten daraufhin, die Diva einzustellen. Christa Keimerl, SPD-Fraktionssprecherin, sagte dazu, ihr gehe es nicht darum, dass die Stände gefüllt sind, sondern mit welchen Inhalten. Den Kritikern ist die Messe deutlich zu wenig regional, sie bezweifeln den Nutzen für die lokalen Unternehmen.

Dass aber 2015 allein 70 Aussteller aus Dachau kamen, ist laut Schmid ein in anderen Städten unerreichter Wert. Dass die Zahl aller Aussteller aus dem Landkreis von rund 140 in den Jahren 2009 und 2011 auf etwa 100 in den Jahren 2013 und 2015 fiel, bezeichnet Schmid als "marginale Schwankungen". Zugleich räumt er ein, dass Veränderungen sinnvoll seien. Solche fordert auch der Wirtschaftsreferent des Stadtrats und Messebeirat Florian Schiller (CSU). Schmid sagt, er sei dabei "ein neues Konzept zu erarbeiten". Die Hallen könnten ganz neu angeordnet werden. Eine Verkürzung der Messe von fünf auf vier Tage könne man ausprobieren.

Die Messe sei von der Wirtschaftsförderung gut organisiert, sagt Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD). Allerdings funktioniere sie in ihrer jetzigen Form nicht mehr. Er kritisiert, dass die großen Flächen von Banken, Vereinen, Stadtwerken und Landratsamt bespielt werden: "Dafür müssen wir kein Podium schaffen, das die Stadt 64 000 Euro kostet."

© SZ vom 16.09.2016 / vgr/gsl

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