Dachau Kaisers Ponyreiten wehrt sich gegen Tierschützer

20 Tierschützer demonstrierten zur Eröffnung des Dachauer Volksfestes vor dem Fahrgeschäft Kaisers Ponyreiten. Bekanntlich hat der Dachauer Stadtrat beschlossen, dieses Angebot vom nächsten Jahr an nicht mehr auf der Wiesn zuzulassen. Gemeinsam mit der Organisation Animals United hatte die Dachauerin Ulrike Stücher den Protest seit Anfang des Jahres geplant. Damit wird es neben dem Familiengeschäft Kaiser, das über Jahrzehnte zu einer echten Tradition des Dachauer Volksfestes geworden ist, im kommenden Jahr auch keine Mäuseburg mehr geben. "Wir wollen uns an diesem Tag auch nicht nur aufregen, sondern uns auch einfach für die Entscheidung des Stadtrats bedanken", sagt Organisatorin Stücher.

Schausteller Michael Kaiser kann die Aufregung um sein Geschäft nicht verstehen. Im Gegenteil: "Ich finde es lächerlich, dass immer mehr Traditionen aussterben." Deshalb teilt er offiziell mit, eine Unterschriftenliste für die Erhaltung des Ponyreitens auszulegen. Die Kritik der Tierschützer weist er entschieden zurück: "Wir haben 14 gesunde Tiere im Einsatz, die sich regelmäßig abwechseln."