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Dachau:Helferkreise machen Druck

Ehrenamtliche demonstrieren in München gegen aktuelle Asylpolitik

Um auf aktuelle Missstände in der Asylpolitik wie Arbeitsverbot für Flüchtlinge und Abschiebungen nach Afghanistan aufmerksam zu machen, starten die Helferkreise in Oberbayern an diesem Samstag, 4. März, zu einer gemeinsamen Sternfahrt nach München, darunter auch viele Ehrenamtliche aus dem Landkreis Dachau. Die Sternfahrt will auf die sogenannte Tutzinger Resolution hinweisen, die einige Tage später dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) übergeben werden soll. Gefordert wird darin, dass abgelehnten Asylsuchenden nicht sofort die Arbeitserlaubnis entzogen wird, zudem dürfe die Arbeitserlaubnis nicht an der Anerkennungsquote festgemacht werden. Dieser "bayerische Sonderweg" sei "völlig inakzeptabel". Auch der Zugang zu Bildungsangeboten und Ausbildung dürfe nicht begrenzt werden. Schließlich fordern die Helfer, dass keine Flüchtlinge aus Afghanistan zurückgeschickt werden, das Land sei unsicher. Die Resolution wurde am 28. Januar von Vertretern aus 53 Helferkreisen aus elf oberbayerischen Landkreisen unterzeichnet. Auch Ehrenamtliche aus Markt Indersdorf, Hebertshausen, Petershausen und Schwabhausen waren dabei. Alle Helferkreise im Landkreis stehen hinter den Forderungen der Resolution.

Vertreter von mehr als 100 Unterstützerkreisen treffen an der Bavaria auf der Theresienwiese in München zu einem Gruppenbild zusammen. Dieses wird dem Innenminister bei der Übergabe der Tutzinger Resolution in DIN-A1-Größe überreicht. Es soll dem Innenminister veranschaulichen, wie groß der Protest im ganzen Land ist. Mit Nahverkehrszügen kommen Vertreter der Helferkreise aus allen Ecken Oberbayerns. An möglichst vielen Haltestellen steigen Helfer zu. Der Karlsfelder Helferkreis trifft sich um 10.45 Uhr am S-Bahnsteig Karlsfeld für ein gemeinsames Foto. Abfahrt ist um 11.13 Uhr, der Einstieg ist im ersten Waggon. Der Zustieg in Petershausen ist um 10.52 Uhr, in Dachau um 11.09 Uhr.

© SZ vom 03.03.2017 / gsl, vgr
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