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Dachau:1865 soll an die Stadt verkaufen

Die SPD-Fraktion möchte dem Sportverein ein verlockendes Angebot machen. Unter einer Bedingung

Einen so ungewöhnlichen wie restriktiven Vorschlag macht die SPD im Dachauer Stadtrat, um die Entwicklung des TSV 1865 voranzubringen. In einem Antrag schlägt die Fraktion vor, die Stadt möge das Stammgelände des TSV 1865 an der Jahnstraße zum aktuellen Verkehrswert kaufen. Das könnte ziemlich gut klingen, zumal das Angebot die Zusage beinhalten soll, dass der Sportverein das Gelände zunächst weiterhin nutzen darf. Doch dafür stellt die SPD eine Bedingung: Der Verein darf die Kaufsumme ausschließlich für den Erwerb der neuen Grundstücke verwenden, die der TSV kaufen möchte, um sich endlich vergrößern zu können. Mit dieser Kaufvereinbarung, erklärt die SPD, könne die dringend nötige Aussiedlung des Vereins aus seinem beengten Stammgelände sehr beschleunigt werden.

Die Umzugspläne des TSV sind von jeher an den Verkauf des alten Geländes gekoppelt. Der Verein braucht das Geld für die neuen Grundstücke. Für das alte liegt jedoch kein gültiger Bebauungsplan vor. So lange nicht klar ist, was und wie hoch an der Jahnstraße gebaut werden soll, ist es für den TSV schwierig, einen Investor zu finden. Bis ein Bebauungsplan vorliegt, könne es jedoch bis zu drei Jahre dauern, sagte Bauamtsleiter Michael Simon in der Bauausschusssitzung im März. Diese Aussage hatte beim TSV zu großem Verdruss geführt. Wäre das Gelände in städtischem Eigentum, könnte dort ohne Zeitdruck und in voller gestalterischer Freiheit geplant werden, erklärt die SPD in ihrem Antrag.

© SZ vom 11.04.2015 / vgr

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