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Ausstellung in Altomünster:Kraftgeladene, barocke Fülle

Bernd Schwarting

Mystische Irrlichter, Wind, Sog und strömendes Wasser meint man auf seinen Bildern zu erkennen: Der Künstler Bernd Schwarting in seinem Atelier.

(Foto: Privat)

Der Berliner Maler Bernd Schwarting stellt seine neue Werkreihe im Museum Altomünster aus

Bernd Schwarting, international angesehener und bekannter Berliner Künstler, dessen Werk eine der spannendsten malerischen Position der Gegenwartskunst ist, stellt vom 5. April bis zum 26. Juli seine neue Werkreihe im Museum Altomünster aus. "Diese Werkreihe ist inspiriert vom Markt Altomünster und seinem ehemaligen Birgittenkloster", erklärt der Künstler. Jetzt hat er sein Berliner Atelier geöffnet und lässt einen Blick auf den Schaffensprozess seiner Werke für die neue Ausstellung zu. "Das ehemalige Birgittenkloster mit seiner Jahrhunderte alten Geschichte steht im Mittelpunkt meiner neuen Werkreihe", so der Berliner Maler. Bereits zweimal hat der Ausnahmekünstler vergangenes Jahr Altomünster besucht, um Informationen, Eindrücke und Material zu sammeln und zu sichten.

Begeistert hat ihn auch sofort das ihm überlassene, umfangreiche Kompendium zu Altomünster von Professor Wilhelm Liebhart, erster Vorsitzender des Museums- und Heimatvereins Altomünster. "Eine wahre Schatztruhe voller Geschichte und Geschichten zum Marktflecken Altomünster und seinem Birgittenkloster", sagt Schwarting im Gespräch. "Altomünster interessiert mich, ich finde es faszinierend zu sehen, wie dieser Markt, eingebettet in eine wundervoll bewegte Landschaft mit ihren Menschen darin über Jahrhunderte hinweg durch die Entwicklung des Birgittenklosters geprägt wurde und wird. Bei meinen Besuchen habe ich erste bildnerische Skizzen und Notizen vor Ort angefertigt", erläutert der ehemalige Meisterschüler von Professor Walter Stöhrer.

Der bekannte expressive Berliner Künstler Walter Stöhrer war das damalige "enfant terrible" der Berliner Kunstszene. Jetzt setzt Schwarting die gewonnenen Eindrücke in seinem Berliner Atelier um. "Es entstehen neue groß - und kleinformatige Gemälde, übermalte Kaltnadelradierungen und Malerei auf Papier", sagt der Künstler und zeigt eine Auswahl seiner Werke. Bei Betrachtung seiner Bilder wird man von der Farbigkeit und der Ausdrucksstärke der Schwarting'schen Bildwelt fasziniert: Kraftgeladene, barocke Fülle zieht den Betrachter in seinen Bann.

"Es begegnen uns in den Schwarting'schen Bildwelten mystische Irrlichter, berauschende Himmelslichter, Wind, Druck, Sog und strömendes Wasser und kleine, gespenstische Unwesen, die im nächsten Gebüsch hocken, lauernd zu uns herüber blicken aus dem Dunkel", beschreibt Liebhart die Bilder von Bernd Schwarting. Der Künstler malt vielschichtig und angereichert mit zahlreichen bildnerischen Querverweisen, die es vom Betrachter zum Teil auch erst zu entdecken gilt. Das vielleicht erst beim zweiten oder dritten Blick darauf - wenn der Betrachter sich einen Moment Zeit nimmt, das Bild auf sich wirken lässt und auf Entdeckungsreise geht im Bild. "Wir sind sehr gespannt auf die Resonanz unserer Besucher dieser ganz besonderen Ausstellung, die ein Highlight im Kulturkalender des Landkreises darstellt", sagt Liebhart, der Initiator dieser Ausstellung.

Der Berliner Maler hat bereits in wichtigen Museen und Galerien in Europa und Asien ausgestellt, ist mit seinen Werken auf internationalen Kunstmessen zu Gast und in bedeutenden Sammlungen zeitgenössischer Kunst vertreten. Umfangreiche Einzelausstellungen wurden bereits von namhaften Museen - wie die Kunsthalle in Emden, das Osnabrücker Kunstmuseum, die Marburger Kunsthalle sowie das Museum Moderner Kunst in Passau, Stiftung Wöhrlen - für den Künstler ausgerichtet. Im Umkreis von Schwarting werden gerne immer wieder ganz große Namen der Kunstgeschichte genannt.

Die Vernissage findet am Sonntag, 5. April um 15 Uhr im Museum Altomünster statt.

© SZ vom 14.03.2020 / SZ
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