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Auf dem Campus der Haimhausener Eliteschule:Das neue Technologiezentrum soll 2022 fertig sein

Chrissie Sorenson, Leiterin der Bavarian International School in Haimhausen, baut für die Zukunft.

(Foto: Toni Heigl)

Gemeinderat stimmt erneuten Änderungen am Bebauungsplan für das Projekt der Bavarian International School zu

Ohne Gegenstimmen hat der Haimhauser Gemeinderat in seiner Sitzung einer erneuten Änderung des Bebauungsplanes für den Bau eines sogenannten Steam-Buildings, eines Technologiezentrums, auf dem Campus der Bavarian International School (BIS) zugestimmt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Anpassungen an die baulichen Maßnahmen der letzten Jahre. So soll auf dem Gelände der ehemaligen kleinen Turnhalle das dreigeschossige Gebäude entstehen. Der Bau soll ein Untergeschoss erhalten und der Campus, wenn er einmal fertiggestellt ist, barrierefrei sein. Diskutiert wird zudem über ein neues Energieversorgungskonzept für die BIS.

Über die Änderungen im Bebauungsplan für die Schule informierte Architekt Birger Bhandary im Frühjahr bereits den Gemeinderat. Seinen Aussagen zufolge soll das neue Haus das kommunikative Zentrum der Schule werden. Das neue Gebäude soll dann auch die Container überflüssig machen, in denen die Schüler seit 2011 unterrichtet werden und wo zur Zeit die Fachräume untergebracht sind. Wichtig für das Gesamtensemble der internationalen Schule auf dem Schlossgelände, so die Festsetzungen zum Bebauungsplan, sei die "Unterordnung der einzelnen Gebäude unter das Schloss als Solitär". Dieser Punkt spiele bei der neu festgesetzten Wandhöhe, und unter Berücksichtigung der Möglichkeit, drei oberirdische Vollgeschoße errichten zu können, die größte Rolle, schreibt die Gemeinde.

Business-Direktor Marco Dahl sprach von einem "gewaltigen Finanzierungsbedarf" und einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro. Vor etwa zehn Jahren etwa, als man mit den Planungen begonnen habe, sei man bei der BIS noch von 15 Millionen Euro ausgegangen. Dahl sagte: "Uns laufen gerade etwas die Kosten davon." Weil es für den Bau keine staatlichen Zuschüsse gebe, sei man auf Sponsoring angewiesen. Dahl geht davon aus, dass mit dem Bau gegen Ende des Jahres begonnen werden könne, "wenn die Finanzierung steht". Im Jahr 2022 schließlich soll das Gebäude nutzbar sein.

Das neue Technologiezentrum soll vor allem der Neuorganisation von Unterrichtsabläufen und Inhalten dienen. Im Steam Center werden die Bereiche Science, Technologie, Engineering, Art und Mathematics zusammengefasst. Die Fremdsprachen (Französisch, Spanisch uns so weiter) werden künftig im Schloss ihre neue Heimat finden, während der Bereich Englisch in das "Middle Building" der BIS umziehen wird. An der Haimhauser BIS werden rund 900 Schüler unterrichtet. Die BIS hat im Schuljahr 2015/2016 zudem in München-Schwabing einen Filialbetrieb eröffnet.

Mit dem Neubau soll auch ein neues Energieversorgungskonzept für regenerative Energien realisiert werden. Derzeit werde deshalb an einem "Energiemasterplan" gearbeitet. Mit dem Bau der Heizzentrale soll auch das Konzept einer ökologischen Schule verwirklicht werden. Dies wolle man auch für die Schüler sichtbar machen. Zudem befinde man sich in Gesprächen mit dem Haimhauser Energieunternehmen Haniel über eine mögliche Zusammenarbeit.

Bürgermeister Peter Felbermeier (CSU) interessierte sich vor allem für den Aspekt, wie sich das neue Gebäude optisch ins Gelände einfügt und welche Materialien bei der Fassadengestaltung verwendet werden. Dorothea Hansen (Grüne) wollte außerdem wissen, ob das geplante Untergeschoß im Überschwemmungsgebiet der Amper liege? Zur Fassadengestaltung sagte Architekt Bhandary, werde sich das neue Gebäude an den Materialien des Schlosses orientieren. Holz als Fassadenmaterial komme nicht infrage. Um gegen Grundwasser geschützt zu sein, so Bhandary, müsse man den Bau einer Wanne planen. Außerdem soll das Vorgehen mit dem Wasserwirtschaftsamt besprochen werden.