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Altbürgermeister von Haimhausen:Werner Blasius ist gestorben

Die Gemeinde Haimhausen trauert um ihren Altbürgermeister Werner Blasius. Von 1984 bis 1990 war Blasius ehrenamtlicher Bürgermeister im Ort. Für Haimhausen hat Blasius sehr viel bewegt und nachhaltig vorangebracht. Seine Tätigkeit sei geprägt gewesen "von großem persönlichen Einsatz, Verlässlichkeit und Liebe zu seiner Heimatgemeinde. Das ehrenamtliche Wirken sowie der enge Kontakt zu den Vereinen waren für ihn ebenfalls eine wichtige Basis für das Miteinander am Ort", heißt es im Nachruf der Gemeinde. Werner Blasius hatte in den 1980er Jahren viele Ehrenämter und war damit auf das Engste mit der Gemeinde verbunden. Politisch war er in der ÜWG beheimatet.

Mit seinem Namen wird in Haimhausen vor allem der Bau des Feuerwehrhauses an der Hauptstraße in Verbindung gebracht, sowie das Einheimischenmodell in den Krautgärten im Ortsteil Ottershausen. Außerdem wurde unter seiner Ägide erstmals ein Kinderhort in der Gemeinde eingerichtet. Vorreiter war Blasius auch in Sachen Jugendarbeit. Er installierte zum ersten Mal einen kommunalen Jugendreferenten und stellte im Jugendzentrum hauptamtliches Personal ein. "Eine für die damalige Zeit außergewöhnliche Entscheidung", wie der amtierende Bürgermeister Peter Felbermeier lobend erwähnt. Eine langjährige politische Weggefährtin von Blasius war die ÜWG-Gemeinderätin und dritte Bürgermeisterin Angelika Goldfuß. Sie beschreibt ihn so: Alles was er politisch gemacht hat, habe er akribisch verfolgt. "Werner war ein Kämpfer", sagt Goldfuß. Und im Freundeskreis "wahnsinnig beliebt". Blasius hatte aus gesundheitlichen Gründen Haimhausen verlassen, verbrachte die Winterzeit in Portugal und lebte zuletzt mit seiner Frau in Griesbach. Er ist am 17. April im Alter von 75 Jahren gestorben.

© SZ vom 24.04.2020 / rk

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