Ab September Bergkirchen erhöht Kita-Gebühren

Gemeinde kämpft mit steigendem Defizit und weiteren anstehenden Investitionskosten

Eine unerfreuliche Nachricht für Eltern in Bergkirchen: Die Gemeinde erhöht die Kita-Gebühren. Im neuen Kindergartenjahr, das im September anfängt, werden Familien für ihre Sprösslinge in der Krippe 20 Euro, im Kindergarten und Hort zehn Euro je gebuchter Betreuungsstunde mehr bezahlen müssen. Allerdings können Eltern von Kindergartenkindern die Anhebung entspannt sehen. Da der Freistaat ab Herbst monatlich 100 Euro zuschießt, kostet ein Kita-Platz für drei- bis sechsjährige Mädchen und Buben künftig je nach Betreuungszeit nur zwischen fünf und 45 Euro. Deutlich mehr zahlen Eltern jüngerer und älterer Kinder. Konkret kostet ein Krippenplatz für eine bis sechsstündige Betreuung künftig 256 Euro (bisher 236 Euro). Verbringt ein Schulkind bis zu fünf Stunden im Hort, müssen Familien künftig 121 Euro (bisher 111 Euro) zahlen.

Die letzte Anhebung der Kita-Gebühren liegt erst zwei Jahre zurück, doch die Gemeinde setzt auf regelmäßige, dafür maßvolle Gebührenänderungen. Und grundsätzlich führe an einer Anhebung nichts vorbei, sagt Bürgermeister Simon Landmann (CSU). Denn das Defizit in der Gemeindekasse wird im Bereich Kinderbetreuung jährlich größer. "Die Personalkosten steigen, die Anforderungen an den Brandschutz erfordern immer wieder Investitionen, allein das operative Geschäft beschert uns ein jährliches Defizit von 1,5 Millionen Euro", sagt Landmann. Obendrauf kommen dann noch die Kosten für den stetigen Ausbau der Kapazitäten. So sind für die geplante Erweiterung des Kinderhauses an der Maisach in Günding 1,3 Millionen Euro einkalkuliert. Vor diesem Hintergrund habe sich der Gemeinderat noch nicht befasst mit der Überlegung, den Kindergarten womöglich beitragsfrei zu stellen. Genau das, nämlich die völlig kostenlose Betreuung für drei- bis sechsjährige Kinder, möchte die Landeshauptstadt München einführen, auch in der Stadt Dachau gibt es entsprechende Überlegungen. Diese Kostenfreiheit kann man sich in Bergkirchen jedenfalls "für heuer nicht vorstellen".