Cowboy ClubWild Wild West in München

Es gibt noch Wild-West-Romantik in der Stadt: Im "Cowboy Club München" empfinden Mitglieder seit 105 Jahren das Leben der Cowboys und Indianer nach.

Dörte Wormuth, 53

Beruf: Bürokauffrau

Outfit: Lakota-Frau

Mitglied seit: War bislang als Familienmitglied dabei und wird jetzt selber die Mitgliedschaft beantragen.

Für Dörte Wormuth steht weniger der Verein im Vordergrund, als vielmehr die Authentizität der indianischen Darstellung. "Das sind keine Faschingsverkleidungen, das ist originalgetreue Kleidung", betont sie. Wormuth kam über ihren Lebensgefährten Arnulf Pfitzke zum Münchner Cowboy-Club. Sie traten immer als Lakota-Frau und Lakota-Krieger auf, ihr Lebensgefährte starb vor drei Monaten.

Wichtig sind Dörte Wormuth die Menschen im Club, die sie dort kennengelernt hat und die sie besonders jetzt, in der Zeit nach dem Tod von Arnulf Pfitzke, begleiten. "Die Bindung ist irgendwie stärker durch das Hobby, durch das Gemeinsame. Wir sind wie eine Familie, jeder ist für den anderen da", sagt sie.

Bild: Alessandra Schellnegger 30. Juli 2018, 18:102018-07-30 18:10:41 © Süddeutsche Zeitung, 14.07.2018/cck