Container-Schulen Wiederkehrende Probleme

Kopfschmerzen einerseits, auffälliger Geruch nach frischer Farbe andererseits - da macht schnell das Gerücht von Umweltgiften die Runde

Von Thomas Kronewiter

Kopfschmerzen einerseits, auffälliger Geruch nach frischer Farbe, womöglich nach Lösungsmitteln andererseits: Da macht schnell das Gerücht von Umweltgiften die Runde. Da machen sich Eltern wieder Sorgen, wie jetzt an der Denninger Fritz-Lutz-Schule, wie im vergangenen Schuljahr an der Obermenzinger Grandlschule. Immerhin hat die Stadtspitze aus den unsäglichen Vorgängen um die Obermenzinger Schulkinder in ihren belasteten Containern gelernt: Zum Elternabend im Münchner Osten, der am Dienstagabend ein ganz normaler Schulanfangs-Elternabend hätte sein sollen, sagten OB Reiter und seine Bürgermeister-Kollegen umfassende Informationen zu.

Gleichzeitig will man jedoch offenkundig aus der Obermenzinger Erfahrung heraus jeden Streit um Leit- und Grenzwerte, jeden Streit um das Anlegen unterschiedlicher Maßstäbe in Deutschland beziehungsweise bei der Weltgesundheitsorganisation vermeiden. An der Grandlschule hatten die Experten am Ende Transparenz und Einsichtnahmemöglichkeit in das gesamte Vertragswerk mit der Baufirma versprochen. Nun will auch die neue Umwelt- und Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs ihre Amtszeit im Hinblick auf die Denninger Sorgen nicht mit bloßem Mauern beginnen.

Was aus dem Bildungsreferat dringt, welches das für Denning vorliegende Gutachten nicht frei gibt, klingt aber anders. Ein schlüssiges Konzept, wie man mit Problem-Containern umgeht, sieht anders aus. Wenn sich am Ende alles in Wohlgefallen auflösen sollte, wenn die Experten beim Elternabend überzeugend die Ungefährlichkeit der Situation erklären können, werden die Gerüchte an der Fitz-Lutz-Schule womöglich verstummen. Beim nächsten Brandherd aber dürfte alles von vorne losgehen, zumal die Schwierigkeiten mit Containern, wie sich am Beispiel der Konrad-Celtis-Straße in Sendling-Westpark zeigt, nicht nur auf Schadstoffe begrenzt sind.

In Obermenzing haben die Experten versprochen, dass sich ein ähnliches Debakel nicht wiederholen wird. Trotz aller Mühen, überhaupt alle Container zu bekommen, die Schulplaner und Obdachlosen-Logistiker brauchen, wird sich die Stadt daran messen lassen müssen.