Böllerei Münchner hinterlassen 60 Tonnen Silvestermüll

Möglicherweise haben die Münchner wegen des milden Wetters mehr geböllert.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Das sind zehn Tonnen mehr als im vergangenen Jahr. Was das Baureferat hinter dem Anstieg vermutet.

Die Münchner lassen es an Silvester immer mehr krachen - und hinterlassen dabei tonnenweise Müll. Die städtische Straßenreinigung war in der Neujahrsnacht bereits von 2 Uhr an mit 150 Mitarbeitern im Einsatz, um 60 Tonnen Silvestermüll zu beseitigen. Im vergangenen Jahr waren es 50 Tonnen, 2015 räumten die Straßenkehrer in den ersten Stunden des neuen Jahres 40 Tonnen Böllerreste, Flaschen und Scherben weg. Somit haben die Mitarbeiter des Baureferats am 1. Januar dieses Jahres 50 Prozent mehr Müll eingesammelt als vor zwei Jahren.

Eine exakte Erklärung für den stark wachsenden Silvester-Müllberg hat das Baureferat nicht parat, eine Sprecherin vermutet aber, dass wegen des milden Wetters mehr Münchner auf den Straßen und in den Parks gefeiert haben als im Vorjahr. Die Statistik hat die Stadt am Dienstag veröffentlicht.

Dabei blieb die Müllmenge in der Innenstadt im Vergleich zu Neujahr 2016 gleich. Insbesondere in der Fußgängerzone und in Schwabing fielen 25 Tonnen Silvestermüll an, rund um den Friedensengel etwa zehn Tonnen. Dort räumten die Straßenreiniger schon von 2 Uhr an auf, sodass der Verkehr auf der Prinzregentenstraße wieder um 3 Uhr fließen konnte. Um 6 Uhr begannen die Straßenkehrer, in den umliegenden Stadtvierteln aufzuräumen.

Auch in den großen Parks hat längst das Reinemachen begonnen. Im Luitpoldpark und am Olympiaberg wurden zunächst die Wege von Müll und Scherben befreit. Im Laufe der Woche sollen sukzessive alle städtischen Grünflächen gesäubert werden. Doch das ist aufwendig: Auf Wiesen und in Beeten kann der Müll nur mit der Hand eingesammelt werden.

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