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Ausbildung:Viele Lehrstellen noch offen

Die niedrigere Zahl an Schulabgängern, aber auch die Auswirkungen der Coronakrise sind die Gründe, weshalb viele Lehrstellen zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch unbesetzt sind. Durch den Lockdown hätten sich "viele Vertragsabschlüsse verzögert oder kommen erst jetzt nach der Sommerpause zustande", sagte Eberhard Sasse, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern. Er rechnet deshalb damit, dass noch bis Ende Oktober viele freie Lehrstellen besetzt werden. Im September nehmen laut IHK insgesamt 4224 junge Erwachsene eine Berufsausbildung in Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen auf - das entspricht einem Minus von 17,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut der Agentur für Arbeit sind derzeit noch 3355 Ausbildungsplätze in der Landeshauptstadt unbesetzt; dem gegenüber stehen 2336 Bewerber, die noch eine Lehrstelle suchen. Drei von vier oberbayerischen Ausbildungsbetrieben - auch in krisengeschüttelten Branchen wie dem Tourismus, der Hotellerie oder der Gastronomie - bilden trotz Corona aus, ein Drittel lässt Azubis auch im Homeoffice arbeiten. "Unser Ziel ist es, dass trotz aller aktuellen Schwierigkeiten jeder ausbildungswillige Schulabgänger auch eine Ausbildung beginnen kann", so Sasse. Grundsätzlich sei der Start in eine Ausbildung das ganze Jahr über möglich. Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind unter www.ihk-lehrstellenboerse.de zu finden.

© SZ vom 01.09.2020 / imei

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