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Artenschutz:Weg mit den Ketten

Adeline Fischer kämpft gegen Elefantentourismus.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Adeline Fischer von der Münchner Tierschutzorganisation Pro Wildlife setzt sich für ein Ende des Elefantenreitens ein. "Das sind Wildtiere, keine domestizierten Tiere", sagt sie. Um sie gefügig zu machen, wird deren Wille gebrochen - mit spitzen Stäben und Wasserentzug

Von Thomas Anlauf

Es sind untrügliche Zeichen. Die Ohren sind zerfranst, die Elefantenkuh wippt, schwingt monoton den Kopf, den Rüssel, immer wieder, hin und her. "Weben" nennen das Experten wie Adeline Fischer, eine Verhaltensstörung, die sie oft bei ihren Recherchereisen durch Asien bei Elefanten gesehen hat, die in Gefangenschaft leben. Aber was heißt da Gefangenschaft? Es sind doch Touristenattraktionen, wenn ehemalige Arbeitselefanten in Thailand in Camps ihren Lebensabend mit Vollpension genießen können und mit tierlieben Urlaubern durch den Dschungel wandern. Adeline Fischer, 31, schüttelt den Kopf. "Als ich das erste Mal in einem Elefantencamp war, hat mich das sehr getroffen." Nach dem Besuch der Tierstation wusste sie: "Ich muss etwas tun."

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