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Antrag im Stadtrat:Kein Spaß

Grüne fordern: Club-Kultur anerkennen

Von Michael Zirnstein

Am Freitag gab es etwas zu feiern in den Musik-Clubs: Zwar immer noch nicht die erste Party seit 14 Monaten, aber eine historische Nachricht. Der Bundestag hatte sich dafür ausgesprochen, Clubs und Livespielstätten nun als "Anlagen für kulturelle Zwecke" einzustufen, und nicht wie bisher bloß als "Vergnügungsstätten", also auf einer Ebene mit Spielhallen, Wettbüros und Sex-Kinos. Das erhebt Clubs "mit nachweisbarem kulturellen Bezug" (also nicht jede Party- Bude) in denselben Stand wie Theater, Opern, Museen und Konzerthäuser, was in München Fans von Harry Klein, Blitz oder Bahnwärter Thiel schon länger so sahen. Es geht nicht nur um Anerkennung, sondern auch um Baurecht, Lärmschutz und Stadtplanung. Bisher waren Clubs in urbanen Vierteln nur ausnahmsweise und in Wohngebieten gar nicht zulässig und somit ständig gefährdet. Das soll sich nun ändern - nach Willen von Grünen, SPD, Volt und Rosa Liste im Stadtrat auch in München, wo die Lage für Clubs ebenfalls schwierig sei. Sie haben in einem Antrag die Landeshauptstadt als eine der ersten Kommunen aufgefordert, den "Entschließungsantrag" des Bundestags zu würdigen. Die Kultur-, Wirtschafts-, Sozial-, Planungs- und Kreisverwaltungsreferate sollen nun zusammen mit der Fachstelle Pop prüfen, wie man jetzt die Münchner Clubs stärken kann.

© SZ vom 12.05.2021
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