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Alpakas:Flauschig mit Charakter

Gerhard Pfister ist vernarrt in die Alpakas auf seiner Ranch.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Auf einer Ranch in Petershausen leben fünf eigenwillige Alpakas, zwei Nandus und zwei Ziegen. Ein Pensionär hat sich damit seinen Traum erfüllt

Auf Gerhard Pfisters Ranch in Petershausen leben fünf Alpakas, zwei Nandus, zwei Ziegen und eine ganz Schar von Vögeln - insgesamt 90 Tiere auf 3000 Quadratmetern. Drei bis vier Stunden kümmert sich der Rentner jeden Tag um seine tierischen Schützlinge. Die Familie duldet den Spleen. "Man braucht schon ein bisschen einen Schlag", sagt Pfister und lacht. Früher war er Bankkaufmann, seit sieben Jahren ist er so etwas wie ein kleiner Zoodirektor und sehr glücklich auf seiner Ranch, auf der es auch Blockhütten gibt und einen großen indianischen Totempfahl.

Die Stars seiner Ranch heißen Pedro, Fernando, Sandro, Luna und Carmencita, auch wenn sie gar nicht aus Südamerika kommen, sondern von einem Züchter aus dem schwäbischen Neuenburg am Rhein. "Jedes Tier hat einen anderen Charakter", sagt Pfister. Pedro ist die Rampensau. Das Alpakamännchen genießt die Sonntage, wenn zwischen 60 und 150 Besucher auf das Grundstück strömen, ihn streicheln und kraulen, Fotos schießen und mit Bio-Möhren füttern. Regelmäßig machen Kindergärten Ausflüge zu Gerhard Pfisters oberbayerischer Ranch. Im vergangenen Jahr zählte er schon 5500 Besucher. "Das spricht sich eben rum", sagt er. Auch die beiden Nandus kann man auf der Ranch füttern - allerdings nur aus sicherem Abstand. Die straußenähnlichen Laufvögel aus Südamerika haben scharfe Schnäbel.

Tierlieb war Pfister schon immer, 30 Jahre lange züchtete er Wellensittiche. Auf die Alpakas kam er vor sieben Jahren durch eine Fernsehsendung. Er war sofort vernarrt in die flauschigen Andenkamele. Derzeit sind seine Tiere besonders wuschelig, acht Zentimeter ist ihre Wolle jetzt schon lang. Winterpelz. Bald müssen sie geschoren werden, damit es ihnen nicht zu warm wird. Aber das lässt Pfister dann den Profi erledigen. Um die Alpaka-Ranch zu besuchen, braucht man kein Auto; sie liegt direkt an der Linie S2 in Petershausen. Die Besuchszeit ist jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Eintritt ist frei.

Weitere Informationen und Fotos im Internet unter alpaka-ranch-petershausen.npage.de.

© SZ vom 15.05.2015
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