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Alltag im Jugendarrest:Ein Blick hinter die Mauern

Bis zu vier Wochen müssen straffällige Jugendliche im Jugendarrest verbüßen. Ein Blick hinter die Mauern.

Von Carolina Torres

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Jugendarrest München

Quelle: Carolina Torres

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Eine Stunde am Tag haben die Jungen und Mädchen der Jugendarrestanstalt Stadelheim Hofgang. Bei der Planung der Anstalt in der Schwarzenbergstraße, die im Juni 2009 bezogen wurde, waren der Hof und die großen Gruppenräume den Verantwortlichen besonders wichtig. Vorher war der Jugendarrest in der JVA Am Neudeck untergebracht.

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Gemeinsam mit Studenten haben die jungen Insassen die Wände ihres Fitnessraums bemalt. "Der hier", sagt der Dienstleiter des Jugendarrests, und zeigt auf den Boxsack, an dem sich die Jugendlichen abreagieren können, "ist manchmal bitter nötig".

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Der Fitnessraum ist gut ausgestattet: Mit Heim- und Crosstrainer, Hantelbanken und Gewichten.

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In den Seminaren, die den Jugendlichen angeboten werden, sollen sie über ihre Zukunft nachdenken. Welchen Beruf wollen sie einmal machen? Wie stellen sie sich ihr Zuhause vor? Wie ihre Familie?

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Die Jugendlichen habenim Jugendarrest auch die Möglichkeit sich künstlerisch auszutoben. Hier hat eines der Mädchen sich an Pop Art versucht.

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"Für richtige Maltherapien sind die Jugendlichen nicht lange genug bei uns", sagt Sozialpädagogin Peggy Winkler. Viele der Werke werden in den Gruppenräumen ausgestellt.

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In der Schreinerwerkstatt können bis zu vier Jugendlichen unter Aufsicht arbeiten. Auf Bestellung stellen sie hier Kinderspielzeug her.

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"Manche Jugendlichen haben hier festgestellt, dass ihnen diese Art von Arbeit Spaß macht und haben später eine Ausbildung in die Richtung eingeschlagen", sagt der Dienstleiter.

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"Man muss diese Beschäftigung unter einem arbeitstherapeutischer Aspekt betrachten", sagt JVA-Leiter Michael Stumpf. Am Ende des Tages sehen die Jugendlichen das Resultat ihrer Arbeit. Etwas, dass sie erfolgreich geschafft haben.

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Gäbe es nicht die Gitter vor dem Fenster und die gesicherte Haftraumtür, dann könnte die Zelle auch mit dem Zimmer einer Jugendherberge verwechselt werden. Doch das wollen die Verantwortlichen nicht: "Wir versuchen zwar den Jugendlichen die größtmögliche Freiheit zu gewähren, aber alles unter Aufrechterhaltung der Ordnung", sagt Jugendrichter Christian Gassner.

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Die Jugendlichen müssen in ihren Zellen bleiben, doch wenn alle sich an die Regeln halten, dann bleiben die Türen unverschlossen. "Das schlimme ist das Gefühl, eingesperrt zu sein", sagt Winkler.

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Zum Mittagessen und wenn sie mal Freizeit haben, können die Jugendlichen in diesem Raum zusammen sein. Wenn das Wetter schlechte ist, darf samstags von 13 bis 15 Uhr ein Film geschaut werden, sonst geht es raus auf den Hof zum Sport machen.

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Das bisschen Freizeit, dass die eingesperrten Jugendlichen haben, sollen sie am besten an der frischen Luft verbringen. Im Hof wird hier Volleyball, Basketball oder Tischtennis gespielt.

© Süddeutsche.de

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