Abstimmung über Semesterticket Zustimmung nicht selbstverständlich

Das Ergebnis der Abstimmung wird von allen Seiten mit Spannung erwartet. Denn eine Zustimmung ist nicht selbstverständlich. Im Jahr 2009 gab es bereits eine ähnliche Abstimmung wie jetzt, damals stimmten die Studenten der TU und der HM für das Semesterticket, die der LMU dagegen. Damit war die Einführung geplatzt. Der Pflichtbeitrag lag damals allerdings auch noch bei 78,50 Euro.

Die Regeln sind diesmal die gleichen wie damals: Das Modell ist nur angenommen, ist an den drei Hochschulen je mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten mitmachen und sich jeweils eine Mehrheit dafür ausspricht. Allerdings ist das Semesterticket in München auch dann noch nicht langfristig gesichert. Der MVV stimmte dem vorliegenden Modell nur zu, weil er eine Ausfallgarantie bekam. Denn dem Unternehmen drohen nach eigener Kalkulation Verluste, wenn weniger als 70 Prozent der Studenten das Aufpreisticket kaufen. Dafür würde im Zweifel die Stadt München geradestehen.

Der Stadtrat wird aller Voraussicht nach noch in dieser Woche beschließen, für die nächsten zwei Jahre eine Ausfallgarantie von insgesamt 11,9 Millionen Euro bereitzustellen. Dies ist nur eine theoretische Summe für den schlimmsten Fall. Aber wenn das Semesterticket sich trotz Ja in der Urabstimmung in zwei Jahren nicht trägt, droht wieder die Abschaffung.