MeinungCorona und SchuleDie Politik braucht Nachhilfe

Kommentar von Werner Bartens

Lesezeit: 2 Min.

Noch ist die Studienlage nicht eindeutig, ob sich Kinder tatsächlich seltener infizieren und weniger infektiös sind.
Noch ist die Studienlage nicht eindeutig, ob sich Kinder tatsächlich seltener infizieren und weniger infektiös sind. Arne Dedert/dpa

So mancher Ministerpräsident verkleidet seine eigene Meinung als wissenschaftliche Erkenntnis. Dabei wird einseitig zitiert - und die unliebsamen Argumente werden verschwiegen. Das ist gefährlich.

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Würden demnächst Zeugnisse zum Umgang mit der Pandemie ausgegeben, müssten etliche Politiker blaue Briefe bekommen. Versetzung akut gefährdet, stünde dick darin. Mehr als ein Jahr nachdem sich Sars-CoV-2 in Deutschland auszubreiten begann, haben viele ihre Hausaufgaben nicht gemacht, ihre Lektionen nicht gelernt. Zuvorderst die Ministerpräsidenten sind zu nennen, die über Einschränkungen, Lockdowns und Lockerungen wie auf dem Basar verhandeln, sich aber auf "die Wissenschaft" berufen. Jetzt schon? Och nö, Mitte Oktober ist zu früh für den Mini-Lockdown. Schulen wieder auf? Klar, so schnell es geht, am besten Mitte Februar. Die Wissenschaft hat's ja festgestellt.

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