bedeckt München 27°

Soziale Netzwerke:Rechtes Portal nach Anschlag von Pittsburgh offline

Der Mann, der elf Menschen in einer amerikanischen Synagoge getötet haben soll, hatte zuvor antisemitische Botschaften auf einer Plattform verbreitet. Die ist nun offline - der Gründer spricht von Boykott.

Die bei Rechtsextremisten beliebte Internet-Seite Gab.com ist nach den tödlichen Schüssen in einer Synagoge in Pittsburg heruntergefahren worden. Die Seite sei von App-Stores systematisch nicht mehr angeboten worden, war am Montag auf der Webseite zu lesen, Provider und Zahlungsdienstleister hätten die Seite nicht mehr bedient. Man suche nun einen neuen Provider. Der Mann, der am Samstag in Pittsburgh elf Menschen erschossen haben soll, hatte auf Gab zuvor antisemitische Ansichten verbreitet. Gab-Chef Andrew Torba betont, die Seite verurteile Terrorismus und Gewalt und habe das Konto des Verdächtigen sofort nach dem Anschlag gesperrt sowie die Polizei informiert. Gab wurde 2016 als Alternative zu Twitter eröffnet. Das Portal wird auf der Startseite beschrieben als "soziales Netzwerk, das freie Meinungsäußerung, individuelle Freiheit und den freien Informationsfluss online fördert". Der Gründer ist der Ansicht, Twitter und Facebook hätten ein linksgerichtetes Monopol. Auf Gab teilen Nutzer ungefilterte Nachrichten von bis zu 300 Zeichen.