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Rundfunkbeitrag:Erträge aus dem Rundfunkbeitrag bleiben stabil

Beitragsservice stellt Jahresbericht 2020 vor

Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio rechnet erst in diesem Jahr mit mehr Befreiungen aus sozialen Gründen.

(Foto: Ulrich Schepp/obs)

Für das Corona-Jahr 2020 zeigt die Pandemie noch keine Auswirkungen auf die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag. 2021 dürfte sich das aber ändern.

Trotz Corona bleiben die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag relativ stabil. Im Geschäftsjahr 2020 lagen sie bei rund 8,1 Milliarden Euro, was gegenüber 2019 einem leichten Zuwachs von 0,5 Prozent entspricht. Das teilte der Beitragsservice in einer Pressekonferenz am Dienstag mit. Durch die Pandemie und die dadurch resultierende Arbeitslosigkeit in vielen Branchen war mit einem Rückgang der Beitragserträge gerechnet worden. Nun flossen insgesamt 7,9 Milliarden Euro an ARD, ZDF und Deutschlandradio, 153 Millionen Euro erhielten die Landesmedienanstalten.

Bisher hatte die Corona-Krise auch keine Auswirkungen auf die Zahl der Personen, die aus sozialen Gründen vom Beitrag befreit sind. Mit 2,6 Millionen Menschen lag sie Ende des Jahres sogar 2,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Arbeitsplatzverluste in der Pandemie würden sich voraussichtlich erst im Geschäftsjahr 2021 bemerkbar machen, so Bernd Roßkopf, Leiter des Geschäftsbereichs Finanzen und Services beim Beitragsservice. Personen, die aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben, beziehen in der Regel zunächst Arbeitslosengeld I und haben damit noch keinen Anspruch auf eine Befreiung. Der Beitragsservice rechnet damit, dass die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II ab dem Jahr 2021 ansteigen wird - was dann zu einer höheren Zahl der Beitragsbefreiten führen dürfte.

Außerdem wartet der Beitragsservice eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die mögliche Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 18,36 Euro ab. "Wir bereiten uns auf alle Situationen vor", so Roßkopf.

© SZ/avob/tyc
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