"Musikantenstadl":Moderator Andy Borg muss gehen

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Andy Borg

Andy Borg wird das "Musikantenstadl" bald zum letzten Mal moderieren - der 54-Jährige muss die Show abgeben.

(Foto: dpa)

Lange war unklar, wie es mit dem "Musikantenstadl" weitergeht, nun steht fest: Moderator Andy Borg muss die Sendung abgeben. Die Volksmusik-Sendung soll künftig eine jüngere Zielgruppe ansprechen.

Seit Monaten wird über die Zukunft des "Musikantenstadl" diskutiert, nun gibt es eine erste Entscheidung: Der Moderator der Volksmusik-Sendung, Andy Borg, muss gehen. Das haben die ARD und die Partnerkanäle ORF und SRF am Montag bekannt gegeben. Borg hatte die Sendung seit September 2006 präsentiert.

Künftig soll der "Stadl" eine jüngere Zielgruppe ansprechen, das Sendungskonzept soll gründlich überarbeitet werden, heißt es in der Begründung. Wie ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner mitteilte, sei daher "inhaltlich wie personell eine neue Art der Präsentation" zu erwarten.

Nachfolge ist ungewiss

Der 54 Jahre alte österreichische Moderator Andy Borg, mit bürgerlichem Namen Adolf Andreas Meyer, fiel nun als Erster den Umstrukturierungsplänen zum Opfer. Seinen vorerst letzten Live-Auftritt als Moderator des "Musikantenstadls" wird der Schlagersänger voraussichtlich am 27. Juni im kroatischen Pula haben. Wer seine Nachfolge antritt, bleibt vorher ungewiss.

Noch im November hatte Borg via Facebook zur Unterzeichnung einer Online-Petition aufgerufen, in der Hoffnung, das Format seiner Show und nicht zuletzt sich selbst als Moderator erhalten zu können. "Auch ältere Fernsehzuschauer haben ein Recht auf ein für sie gemachtes Musikprogramm", argumentierte er. 5200 Unterstützer waren seinem Aufruf gefolgt - offenbar nicht genug, um den Reformvorhaben der öffentlich-rechtlichen Sender standhalten zu können.

Der "Musikantenstadl" ist eine der ältesten TV-Shows in Deutschland, er läuft als Eurovisionssendung auch in Österreich und der Schweiz. Borg hatte den "Stadl" als Nachfolger von Karl Moik neun Jahre lang präsentiert. Er habe "neue Impulse gegeben und mit dem Team gemeinsam eine Weiterentwicklung auf den Weg gebracht und einen Generationenwechsel eingeleitet", hieß es in der Mitteilung. Nun soll der Generationenwechsel allerdings ohne Borg weitergehen. Wie das vom Bayerischen Rundfunk als "Stadl 2.0" bezeichnete Musikantenstadl dann konkret aussehen wird, ist bislang unklar.

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