Mitgliederzeitschrift ADAC will "Motorwelt" wohl nicht mehr nach Hause schicken

Mit einer Auflage von 13,2 Millionen Heften ist die traditionsreiche Motorweltnach ADAC-Angaben "in Europa das mit Abstand reichweitenstärkste Einzelmedium".

(Foto: dpa)

Zudem soll die Zeitschrift einem Bericht zufolge nur noch viermal im Jahr erscheinen. Der ADAC bestätigt die Informationen nicht, spricht allerdings von einer digitalen Kommunikationsoffensive.

Die etwa 20 Millionen ADAC-Mitglieder bekommen die Vereinszeitschrift Motorwelt wohl bald nicht mehr nach Hause geschickt. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Die Zeitschrift soll es demnach auch nur noch viermal im Jahr geben. Vereinsmitglieder könnten sie dann in den Geschäftsstellen oder bei Partnern, etwa Tankstellen, kostenlos bekommen.

Der ADAC hat diese Informationen bisher nicht bestätigt. Auf Anfrage der Wirtschaftswoche sagte ein Sprecher, sich zu Spekulationen nicht zu äußern. Geschäftsführer Alexander Möller sagte lediglich, der Autoclub wolle seine Kommunikationskanäle "neu aufstellen" - im Fokus stehe eine digitale Kommunikationsoffensive.

Mit einer Auflage von 13,2 Millionen Heften ist die traditionsreiche Motorwelt nach ADAC-Angaben "in Europa das mit Abstand reichweitenstärkste Einzelmedium" und "der wichtigste Kommunikationskanal des ADAC". Allerdings kostet die Zeitschrift, die zehnmal jährlich kostenlos an alle Mitglieder verschickt wird, den Verein viel Geld. Trotz üppiger Werbeeinnahmen sei die Zeitschrift wohl ein Zuschussgeschäft, schreibt die Wirtschaftswoche.

Die meisten Leser der Motorwelt sind älter als 50 Jahre. Der ADAC versucht gerade auch mit Internet-Kampagnen, mehr junge Menschen anzusprechen und Angebot und Image des Autoclubs mehr in Richtung eines modernen Mobilitätsdienstleisters zu verändern.

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