bedeckt München
vgwortpixel

Britische Medien:Weitere Chef­redakteurinnen

In Großbritannien wird die Liste von Frauen in Leitungsfunktionen großer Zeitungen immer länger - nun auch bei der Sun und Huffpost UK.

Nachdem vergangene Woche bei der Sun day Times und der Financial Times zwei Frauen ihre Jobs als Chefredakteurinnen angetreten haben, ist die Liste von Frauen in Leitungsfunktionen großer Zeitungen im Königreich am Mittwoch noch ein bisschen länger geworden.

Weil die bisherige Vizechefredakteurin der Times, Emma Barnett, zur Chefin der Sunday Times aufstieg, rückt nun Tony Gallagher, bisher Chef des Boulevardblattes Sun, auf ihren Posten nach. Dessen bisherigen Chefposten bei der Sun übernimmt Victoria Newton, die zuletzt ein sehr viel kleineres Format geleitet hatte.

Newton tritt ihren neuen Posten, in dem sie für Print und Online bei dem Massenblatt verantwortlich sein wird, kommende Woche an. Sie übernimmt keine leichte Aufgabe; die verkaufte Auflage der Sun, vor einigen Jahren noch bei etwa drei Millionen, ist im freien Fall und liegt derzeit nur noch bei etwas mehr als einer Million pro Tag. Times, Sunday Times und Sun gehören zum Medienimperium des Australiers Rupert Murdoch.

Mit der Bestellung von Newton werden derzeit fünf große Blätter - Mirror, Guardian, Sunday Times, FT und Sun - von Frauen geführt. Auch ein prominentes Online-Medium bestellte am Mittwoch eine Frau: Bei Huffpost UK, der britischen Ausgabe der Huffington Post, die schon seit einiger Zeit mit personellen Turbulenzen kämpft, wurde die ehemalige BBC-Redakteurin Jess Brammar zur Chefredakteurin berufen.

© SZ vom 07.02.2020
Journalismus First Ladies im Zeitungswesen

Journalismus in Großbritannien

First Ladies im Zeitungswesen

Erfahren, empathisch, begabt: In England, einem der wichtigsten Zeitungsmärkte der Welt, sind gerade drei Schlüsselpositionen mit Frauen besetzt worden - eine Vorstellungsrunde.   Von Cathrin Kahlweit

Zur SZ-Startseite