Fernsehrechte DFB-Pokal:Neues Wettbieten

FUSSBALL Euro 2021 Achtelfinale Spiel 44 in London England - Deutschland 29.06.2021 ARD-Moderatorin Jessy Wellmer und B

Bastian Schweinsteiger - hier mit ARD-Moderatorin Jessy Wellmer- bleibt bis Ende 2022 TV-Experte für die ARD.

(Foto: Imago)

Das Wettbieten um die Übertragungsrechte des DFB-Pokals hat begonnen. Wie viele Free-TV-Spiele die Fans ab der Saison 2022/23 zu sehen bekommen, hängt auch von den Rechte-Paketen des DFB ab.

Von Dennis Müller

Seit gestern läuft die Ausschreibung der TV-Rechte des DFB-Pokals für die vier Spielzeiten von 2022/23 bis 2025/2026. Welche Spiele auf welchem Kanal laufen werden, entscheidet der Deutsche Fußballbund (DFB) entscheidend mit. Er legt die Pakete fest, für die die TV-Anstalten und Streaming-Plattformen ihre Gebote abgeben können. "Es kann zu noch mehr Free-TV-Spielen als bisher führen", sagte Holger Blask, der Geschäftsführer der DFB GmbH der Deutschen Presseagentur, "aber ist auch möglich, dass im Vergleich zum Status Quo mehr Spiele exklusiv im Pay-TV landen." In der bald startetenden Saison 2021/22 laufen 13 der insgesamt 63 Spiele im Free-TV. Die Rechte für alle Partien liegen aktuell bei Sky.

Bei der Auktion geht es um drei Rechtepakete: A, B und C. Wer sich die Pakete A und B sichert, darf acht beziehungsweise sieben Live-Topspiele zeigen. Anders als in den vergangenen Jahren hat die DFB GmbH diese Rechte "sowohl für Free-TV- als auch für Pay-TV-Angebote geöffnet", erklärte Blask. Paket C umfasst alle Partien im Pay-TV. Derzeit werden die Rechte-Einnahmen für den DFB aus dem Wettbewerb auf rund 55 Millionen Euro pro Saison geschätzt, bald will Blask noch mehr verdienen.

Würde sich ein Bezahlsender wie Sky alle Pakete sichern, greift eine Regelung im Medienstaatsvertrag, die es den Fußballfans ermöglicht, immerhin vier Pokalspiele frei empfangbar zu verfolgen. Gut möglich, dass ARD und ZDF zusammenlegen und sich ein Topspiel-Paket schnappen. Dann könnte auch Bastian Schweinsteiger wieder als Experte fürs Erste dabei sein. Der Ex-Fußballer hat sich, wie die ARD am Freitag bekanntgab, nach dem Schleichwerbungs-Vorfall beim Sender entschuldigt und wird auf jeden Fall bis Ende 2022 am Mikrofon zu hören sein.

© SZ/dpa/demu/hy
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