Zentralafrikanische Republik Französische Fotojournalistin getötet

Die französische Fotojournalistin Camille Lepage im Februar unterwegs in Zentralafrika. Sie starb im Alter von 26 Jahren.

(Foto: AFP)

Sie reiste für eine Fotoreportage in die Zentralafrikanische Republik und kam in dem blutigen Konflikt ums Leben. Französische Soldaten haben den Leichnam der 26-jährigen Journalistin Camille Lepage im Westen des Landes gefunden.

Die französische Fotojournalistin Camille Lepage ist in der Zentralafrikanischen Republik ums Leben gekommen. Soldaten der französischen Eingreiftruppe der Operation Sangaris fanden den Leichnam der 26-Jährigen in der Gegend von Bouar im Westen des Landes, wie Frankreichs Präsident François Hollande mitteilte.

Es werde alles getan, um die Umstände dieses "Mordes" aufzuklären, hieß es in der Erklärung des Staatschefs. Hollande kündigte an, Ermittler an den Tatort nahe der Stadt Bouar zu entsenden.

Lepage war für eine Reportage in der Zentralafrikanischen Republik unterwegs. Im Juli 2012 war sie in den Südsudan gezogen, nach Abschluss eines Journalismusstudiums im britischen Southampton. Schon als kleines Kind habe sie vorgehabt, später aus entlegenen Gebieten der Welt über Konflikte zu berichten, hatte sie im Oktober 2013 in einem Interview mit dem Fotografieblog PetaPixel gesagt. Ihre Fotos erschienen in den Zeitungen The Guardian, Le Monde, Sunday Times, Washington Post, Wall Street Journal und bei der BBC (Hier können Sie ihre Arbeiten sehen).

Seit dem Sturz von Staatschef François Bozizé im März 2013 bekämpfen sich in der Zentralafrikanischen Republik muslimische und christliche Milizen. Mehrere Tausend Menschen sind bereits getötet worden, fast eine Million Menschen befinden sich auf der Flucht. Die USA und die Vereinten Nationen haben wegen des Konflikts Sanktionen gegen mehrere Personen verhängt, darunter Ex-Präsident Bozizé.

Bisher sind etwa 6000 Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und etwa 2000 französische Soldaten in dem Land im Einsatz, um die Gewalt zu stoppen. Eine Überbrückungsmission der EU soll bis zu 800 Soldaten umfassen. Von Mitte September an soll eine etwa 12 000 Mann starke Blauhelmtruppe der Vereinten Nationen in das Land geschickt werden.