Forderungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk Werbung muss gestrichen werden

Die Werbung im öffentlich-rechtlichen Programm sollte heruntergefahren und mittelfristig ganz gestrichen werden - auch wenn das dann mehr kostet. Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner letzten großen Gebührenentscheidung vom September 2007 gegenüber der Werbefinanzierung eine deutliche Skepsis erkennen lassen. Die Richter haben darauf hingewiesen, dass die Werbefinanzierung zwar zulässig ist, aber nicht im Vordergrund stehen darf. Sie müsse zudem von den Ländern laufend daraufhin überprüft werden, ob sie nicht zu einem Programm führt, das allein auf Massenattraktivität ausgerichtet ist.

Auch ich sehe den Zusammenhang. Ich muss mir dafür nur das Programm der ARD am werbefinanzierten Vorabend anschauen. Von der Werbung geht ein negativer Einfluss auf das Programm aus.

Dieter Dörr, 60, ist Professor für Öffentliches Recht und Medienrecht, Mitglied der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich und war Justitiar beim SR.

Christian Ulmen als Uwe Wöllner im Studio seiner neuen Show "Who wants to fuck my girlfriend?".

(Foto: obs)