Emmy Awards 2013"Vielen Dank. Ich muss gehen"

Ein Fernsehfilm im Hollywoodformat und eine Internetserie, die viele TV-Produktionen übertrumpft: Selten waren die Kontraste zwischen den Nominierten so groß wie bei den Emmys 2013. Am Ende gewannen viele Favoriten wenige Trophäen - und eine Gewinnerin lieferte eine rekordverdächtige Dankesrede. Ein Überblick.

Ein Fernsehfilm im Hollywoodformat und eine Internetserie, die viele TV-Produktionen übertrumpft: Selten waren die Kontraste zwischen den Nominierten so groß wie bei den diesjährigen Emmys. Ebenso selten gewannen so viele Favoriten so wenige Trophäen. Die Gewinner und Verlierer des Abends im Überblick.

Für echte Fans wird der Fall wohl klargewesen sein: Sie verfolgten lieber auf dem Kanal AMC die vorletzte Folge von Breaking Bad, als sich auf dem Konkurrenzsender CBS die Verleihung der Emmys 2013 anzusehen. Kurz vor dem Serienfinale am kommenden Sonntag gewann das Produktionsteam um Autor Vince Gilligan die wichtigste Auszeichnung des Abends: den Emmy als beste Dramaserie.

Kritiker und Fans loben die Serie seit Jahren, doch trotz des Erfolgs als bestes Drama blieb sie ansonsten hinter den Erwartungen zurück. Zwar erhielt Anna Gunn, die Walter Whites Ehefrau Skyler spielt, einen Emmy als beste Nebendarstellerin. Sie war für die Rolle bereits im letzten Jahr nominiert worden und gewann in diesem Jahr ihre erste Emmy-Trophäe. Dafür gingen jedoch Aaron Paul, nominiert als bester Nebendarsteller, und Hauptdarsteller Bryan Cranston leer aus. Cranston hatte 2008, 2009 und 2010 den Emmy als bester Hauptdarsteller gewonnen.

Bild: REUTERS 23. September 2013, 14:012013-09-23 14:01:20 © Süddeutsche.de/cam/mkoh